#1

Schreibwettbewerb 2: Gipfelglück

in Archiv 26.01.2021 17:56
von Doro • Federlibelle | 2.270 Beiträge | 8898 Punkte

Gipfelglück

„Müssen wir hier rauflatschen?“ Yuna blieb schnaufend stehen, wischte sich mit dem Handrücken über die Stirn. „Wir hätten wenigstens die Drohne neh…“

„Frische Luft ist gesund“, unterbrach sie Adriana. „Bewegung sowieso.“
„Wenn ich mich bewegen will“, motzte Yuna und plumpste auf die Bank am Gipfel, „geh ich ins Studio. Wenn ich Berge will, klicke ich auf die entsprechende Fotowand. Oder VR.“ Sie sah auf ihre Smartwatch und las die Mails.
„Virtuelle Realität.“ Die Art wie Adriana es sagte, machte deutlich, was sie davon hielt. Sie nahm ihren Rucksack ab, stellte ihn neben sich und setzte sich ebenfalls. „Du stöhnst, als wärst du sechzig und nicht sechzehn.“
„Klassischer Rollentausch.“ Yuna streckte die müden Beine aus. Im Gegensatz zu ihr, schien ihre Oma kein bisschen zu schwitzen.
Adriana öffnete den Rucksack und holte eine Schüssel heraus. Sie steckte sich ein Apfelschnitz in den Mund, hielt Yuna das kleingeschnittene Obst hin. „Auch ein paar Vitamine?“
Yuna schüttelte den Kopf. „Ich hab‘ meine schon genommen.“
Adriana verzog das Gesicht, als hätte sie Essig geschluckt. „Das Zeug ist nicht annähernd so gesund, wie frisches Obst und Gemüse.“
Yuna verdrehte die Augen. Sie hätte argumentieren können, dass die Kapseln genau die notwendige Menge an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen enthielten. Nahrung in Kapselform hatte das Hungerproblem in der Welt gelöst. Aber es gab Themen, über die man besser nicht mit Adriana diskutierte. Trotzdem liebte sie ihre Oma. Ihre Eltern waren beruflich ständig unterwegs. Deswegen wohnte sie die meiste Zeit des Jahres bei Adriana.
„Schön hier, oder?“ Adriana strahlte.
Yuna ließ brav den Blick schweifen.
„Von hier sieht man Wackersberg“, erklärte Adriana, „Bad Tölz, die Isarauen und einen Teil der bayerischen Voralpen. Es tut so gut, Natur zu sehen und zu atmen.“ Sie holte tief Luft. „Keine Betonwüsten, keine Wolkenkratzer, kein grauer Einheitsbrei, keine lästigen Drohnen.“ Sie schüttelte sich.
„Die meisten Wohnungen haben einen kleinen Garten“, widersprach Yuna.
„Eine künstliche Palme und zwei Quadratmeter Rasen. Quadratisch, praktisch, gut.“ Adrianas Stimme triefte vor Verachtung.
„Und von oben hat man einen gigantischen Ausblick.“
„Wenn man Glück hat und am Stadtrand wohnt. Und der wandert immer weiter in Richtung Berge. Irgendwann ist hier auch alles asphaltiert. Anstatt des Gipfelkreuzes gibt’s Luxusappartements für die Großkopferten.“
„Von denen du ganz gut lebst.“
Adriana deutete geradeaus. „Sogar die Pestkapelle von Wackersberg kann man sehen.“
Yuna nickte. Die abrupten Themenwechsel verblüfften sie nicht mehr. Sie waren nicht zum ersten Mal auf dem Heiglkopf und sie kannte die Geschichten. Zum einen hatte Adriana hier oben ihre große Liebe getroffen. Dann gab es die Sagen, total strange, aber Adriana kannte sie alle.
„Während der Pest um 1630 haben die Tölzer und die Wackersberger den heiligen Sankt Sebastian angefleht“, begann Adriana zu erzählen.
„Ich kenn die Geschichte“, unterbrach Yuna, während sie einen Emoji auf der Smartwatch versendete. Nicht nur einmal hatte sie vom Flehen der Bewohner der beiden Gemeinden gehört, dass das Sterben ein Ende haben sollte. Im Gegenzug wollten die Dörfler eine Kapelle stiften. Als das Sterben wirklich nachließ, begannen die Bewohner, Holz für die Kapelle zu schlagen. Aber die Holzscheite waren blutig. Tauben trugen sie zu einer bestimmten Stelle. Dort entstand die Pestkapelle. Wie das Blut vom Holz verschwunden ist und woher die Tauben wussten, wohin sie fliegen mussten, berichtete die Legende nicht. Yuna hütete sich jedoch, das laut auszusprechen.
Früher waren die Menschen zur Pestkapelle gepilgert, hatten Blumen abgelegt und sich segnen lassen.
In den Städten gab es keine Kirchen mehr. Gottesdienste nur online.
Unwillkürlich hob Adriana den Blick und scannte den Himmel ab.
Yuna legte ihr die Hand auf den Arm. „Du wartest auf eine Taube?“
Adriana nickte. „Saba. Die Schöne mit dem weißen Stern an der Kehle. Sie hätte schon heute Morgen im Heimatschlag sein müssen. Sie war schon kurz vor München. Ich hab‘ gedacht, die Wanderung würde mich ablenken.“
Yuna wusste, dass die Tauben gechipt waren und man jederzeit nachverfolgen konnte, wo sie gerade waren. Es sei denn, … Nein, das sollte sie nicht denken. Die Tauben waren für Adriana wie Freunde.
Ihre Smartwatch vibrierte und ihre Gedanken wanderten zu Luis. Als in diesem Schuljahr der Kurs über Informations- und Kommunikationstechnik angeboten wurde, hatte sie sich angemeldet. Hin und wieder gab es Hologramm-Meetings. Mit Anwesenheitspflicht. Da hatten sie sich kennengelernt. Bisher nur online. Leider. Seitdem schickten sie sich täglich Voice-Mails, die, wenn man sie nicht anhören konnte, als Textnachrichten auf der Smart-Watch landeten.
Schule hab es nur als Homeschooling. Das war früher besser gewesen. Leute kennenzulernen war vor hundert Jahren definitiv einfacher.
„Wie heißt er?“, unterbrach Adriana ihre Gedanken.
Sie sah hoch, merkte, dass sie errötete. Super. Innerhalb weniger Sekunden würde ihr Gesicht dieselbe Farbe haben wie Adrianas chiliroter Schal. Sie konnte ihrer Oma nichts vormachen.
„Luis“, gab sie zu, wusste, dass Adriana ohnehin nachhaken würde. „Er macht denselben Kurs wie ich und er is so süß. Er schreibt total nice Mails. Man kann sich super mit dem unterhalten und er hat blaue Augen. Wie dein Taubenschlag. Und er is mega sportlich. Lernt gerade … gab’s im Mittelalter.“ Sie überlegte und runzelte die Stirn. „Armbrustschießen. Cool, oder? Sogar draußen, keine VR.“
„Du bist verliebt“, stellte Adriana fest und nahm sie spontan in den Arm. „Wie schön. Die erste Liebe ist etwas ganz Besonderes.“
„Warum?“
„Egal wie alt du bist und wo dich dein Weg hinführen wird, die erste Liebe vergisst man nicht. Niemals.“ Adriana strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„So wie bei dir.“
Adriana nickte und lächelte.
„Warum hast du ihn nicht geheiratet?“ Die Frage hatte Yuna oft gestellt, aber noch nie eine Antwort bekommen.
Adriana setzte sich aufrecht hin, legte die Hände auf die Knie und starrte sekundenlang auf die Fingerspitzen. „Okay, ich denke, du bist alt genug.“
„Echt?“ Yuna sah sie überrascht an. „Du willst es mir wirklich erzählen? Krass.“
Sie setzte sich im Schneidersitz auf die Bank.
„Wie wir uns kennengelernt haben, weißt du. Das spare ich mir.“ Adriana holte tief Luft, stieß sie geräuschvoll wieder aus. „Was du nicht weißt, dass er ein Regierungsmitglied ist.“
„Is?“, unterbrach Yuna. „Das heißt mein Opa lebt noch? Is ja mega.“
„Ja. Aber er war verheiratet.“
„Und? Das is ein Grund, aber kein Hindernis.“
„Manchmal schon. Falscher Zeitpunkt. Dann wurde ich schwanger. Obwohl in der Geburtsurkunde deiner Mutter ‚Vater unbekannnt‘ steht, hat er sich nicht von seinen Unterhaltszahlungen gedrückt.“
Yuna schnaubte. „Is ja auch easy für ihn.“
„Seit damals schreiben wir uns. Als Friseuse der Highsociety erfahre ich eine Menge.“
Yuna riss die Augen auf. „Du spionierst für den?“
„So würde ich das nicht nennen.“
„Sondern?“
„Informationsaustausch?“
„Blödsinn.“ Yuna sprang auf, stellte sich vor Adriana. „Du sagst immer, du hast eine Schweigepflicht. Wie Ärzte. Alles Quatsch. Ein geschickter Hacker kann sich alle Infos besorgen.“
„Deshalb gebe ich nie was Wichtiges digital weiter.“
„Die Brieftauben“, fiel es Yuna wie Schuppen von den Augen. „Ihr schickt die Tauben hin und her. Das is …“ Ihre Smartwatch vibrierte abermals. Sie sah auf das Display, wollte es zurückstecken, als ihr Blick auf ein Foto fiel. Schon Tausende Klicks. Ein Selfie von Luis. Er hielt einen Pfeil in der Hand. Blut lief seinen Arm hinunter. Yuna wurde schlecht. Der Pfeil steckte in der Brust einer Taube. Mit weißem Stern an der Kehle.
„Lad den Luis mal ein“, sagte Adriana und packte die Schüssel wieder ein. „Ich bin neugierig, würde ihn gerne kennenlernen.“
Yuna schüttelte den Kopf. „Nein“, flüsterte sie und schluckte, bevor sie das Display umdrehte, sodass Adriana es sehen konnte. „Keine gute Idee. Ich glaube nicht, dass du ihn kennenlernen möchtest.“


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#2

RE: Schreibwettbewerb 2: Gipfelglück

in Archiv 27.01.2021 13:45
von Bree • Federlibelle | 4.190 Beiträge | 16683 Punkte

Liebe @Doro

oh, mein Gott, was für ein fieser Sch(l)uss! Damit hast du mich komplett überrascht. Deine "Breaking News" sind zwar mehr persönlicher Natur, aber für Adriana schockierend genug. Nun will sie Luis bestimmt nicht mehr kennenlernen, da denke ich genau wie Yuna.

Du hast die beiden Frauen schön charakterisiert und auch die (süddeutsche) zukünftige Welt sehr anschaulich beschrieben. Hologramme, Drohnen, VR, Smartwatches und Homeschooling - zwar alles Dinge, die es auch heute schon gibt, aber natürlich perfekter als heute und stärker in den Alltag eingebunden. Wie schlimm, dass man sich als junger Mensch kaum noch Auge in Auge mit Gleichaltrigen unterhalten kann. Eine grässliche Vorstellung!

Hoffen wir, dass die Zukunft schöner wird, als wir zwei es mit unseren Geschichten vorausgesagt haben. Zumindest hat Adriana noch frische Luft, ihre Berge und sogar Äpfel ...

Sehr gern gelesen!

Ach ja, eins noch:

Zitat von Doro im Beitrag #1
„Seit damals schreiben wir uns. Als Friseuse der Highsociety erfahre ich eine Menge.“
Yuna riss die Augen auf. „Du spionierst für den?“

Da hat Yuna aber schnell geschaltet. Ich hätte den Zusammenhang nicht gleich kapiert, da ich davon ausging, dass sie sich eher auf privater Ebene schreiben. Der Zusatz mit der Friseurin hat mich daher etwas verwirrt.
Ohne Zeichenlimit würde ich diesen Abschnitt vielleicht noch ein klein wenig genauer erklären - oder aber die Briefe in der romantischen Ecke lassen. Für die Geschichte macht das ja, wenn ich es richtig verstanden habe, keinen großen Unterschied. Es seid denn, die Story geht noch weiter, weil Luis die Brieftaubenpost entdeckt und die Nachricht vielleicht weltbewegend ist ... DAS wär natürlich supercool.

LG
Bree


Der Kriminalschriftsteller ist eine Spinne, die die Fliege bereits hat, bevor sie das Netz um sie herum webt.
(Sir Arthur Conan Doyle)

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#3

RE: Schreibwettbewerb 2: Gipfelglück

in Archiv 27.01.2021 15:14
von Doro • Federlibelle | 2.270 Beiträge | 8898 Punkte

Liebe @Bree ,

danke für dein Feedback.

Zitat von Bree im Beitrag #2
Da hat Yuna aber schnell geschaltet. Ich hätte den Zusammenhang nicht gleich kapiert, da ich davon ausging, dass sie sich eher auf privater Ebene schreiben. Der Zusatz mit der Friseurin hat mich daher etwas verwirrt.
Das ist dem Zeichenkorsett zum Opfer gefallen. Ich musste - wie immer - ziemlich viel streichen.

Zitat von Bree im Beitrag #2
Hologramme, Drohnen, VR, Smartwatches und Homeschooling - zwar alles Dinge, die es auch heute schon gibt, aber natürlich perfekter als heute und stärker in den Alltag eingebunden.
Ich hatte das zuvor gegoogelt und die Zukunftsforscher gehen tatsächlich davon aus, dass es in 100 Jahren nur noch Homeschooling und Homeoffice (bis auf zwingend notwendige Bereiche) geben wird. Handys werden Smartwatches ersetzt und Hologramm-Meetings die jetzigen Zoommeetings.
Wie gesagt - es ist nicht mein Genre.

Zitat von Bree im Beitrag #2
Deine "Breaking News" sind zwar mehr persönlicher Natur,
Nicht unbedingt, je nachdem was Adriana von den Promis erfährt, gibt sie es per Brieftaube weiter. Die habe ich ganz bewusst gewählt. Als Kontrast zur ständig fortschreitender Technisierung und Digitalisierung. Sicherer wird es ja wahrscheinlich nicht unbedingt.

LG
Doro


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#4

RE: Schreibwettbewerb 2: Gipfelglück

in Archiv 27.01.2021 15:32
von Bree • Federlibelle | 4.190 Beiträge | 16683 Punkte

Hallo @Doro

Zitat von Doro im Beitrag #3
Das ist dem Zeichenkorsett zum Opfer gefallen. Ich musste - wie immer - ziemlich viel streichen.

Ja, das habe ich mir schon gedacht. Geht mir meistens genauso ...

Zitat von Doro im Beitrag #3
je nachdem was Adriana von den Promis erfährt, gibt sie es per Brieftaube weiter. Die habe ich ganz bewusst gewählt. Als Kontrast zur ständig fortschreitender Technisierung und Digitalisierung. Sicherer wird es ja wahrscheinlich nicht unbedingt.

Das stimmt. Im Prinzip natürlich eine tolle Idee. Es sei denn, die Nachricht fällt in falsche Hände ...

Übrigens, mein Genre ist es auch nicht unbedingt. Aber manchmal kann man ja einen Ausflug in ein Genre wagen, um das man sonst einen Bogen macht.

LG
Bree


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#5

RE: Schreibwettbewerb 2: Gipfelglück

in Archiv 27.01.2021 16:17
von Gini • Federlibelle | 1.765 Beiträge | 3609 Punkte

@Doro ich kann dich gut verstehen, dass SciFi nichts für dich ist. Mir würde dazu gar nichts einfallen.
Umso schöner ist es, dass du mitmachst und Brees Geschichte nicht so alleine ist.
Ich fand es schön, dass Oma und Enkelin zusammen etwas unternommen haben. Die Aspekte der Zukunft in
100 Jahren waren mir bei deiner Geschichte gar nicht so wichtig.
Du hast die liebevolle Verbindung der beiden sehr anschaulich ausgearbeitet.
Der Schluss ist krass. Da hat ihr Freund die Brieftaube umgebracht, die für die Oma so wichtig ist.
Wie aufmerksam von Yuna, ihrer Oma nichts davon zu erzählen. Die arme Oma, das wäre furchtbar
für sie.


Gedanken sind nicht stets parat,/ Man schreibt auch, wenn man keine hat.

Wilhelm Busch (1832-1908)
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#6

RE: Schreibwettbewerb 2: Gipfelglück

in Archiv 27.01.2021 16:40
von Doro • Federlibelle | 2.270 Beiträge | 8898 Punkte

Zitat von Gini im Beitrag #5
Die Aspekte der Zukunft in
100 Jahren waren mir bei deiner Geschichte gar nicht so wichtig.
Mir auch nicht, @Gini , aber ich wollte mich an die Vorgaben halten.


Zitat von Gini im Beitrag #5
Wie aufmerksam von Yuna, ihrer Oma nichts davon zu erzählen. Die arme Oma, das wäre furchtbar
für sie.
Da hast du was missverstanden. Im allerletzen Satz erfährt die Oma es, als Yuna ihr das Display zeigt.

Vor dem Posten der Geschichte hier im Forum, habe ich sie zwei Bekannten zu lesen gegeben. Die eine meinte, sie würde gerne weiterlesen. Das gab leider das Zeichenkorsett nicht her. Überhaupt musste ich stark kürzen. Immerhin rund 600 bis 700 Zeichen habe ich gestrichen.



LG
Doro


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#7

RE: Schreibwettbewerb 2: Gipfelglück

in Archiv 29.01.2021 11:01
von Bree • Federlibelle | 4.190 Beiträge | 16683 Punkte

Liebe @Doro

Zitat von Doro im Beitrag #6
Vor dem Posten der Geschichte hier im Forum, habe ich sie zwei Bekannten zu lesen gegeben. Die eine meinte, sie würde gerne weiterlesen. Das gab leider das Zeichenkorsett nicht her. Überhaupt musste ich stark kürzen. Immerhin rund 600 bis 700 Zeichen habe ich gestrichen.


Außerhalb des Wettbewerbs kannst du sie ja wieder einfügen und die Geschichte weiterspinnen. Deine Bekannten freuen sich vielleicht.

LG
Bree


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#8

RE: Schreibwettbewerb 2: Gipfelglück

in Archiv 30.01.2021 07:01
von Anka • Federlibelle | 750 Beiträge | 3295 Punkte

Liebe @Doro,
heute bin ich nun endlich auch dazu gekommen, deine Geschichte zu lesen. Nachdem ich mit in den letzten Tagen mit dem Kürzen meines Textes geplagt habe. Deshalb weiß ich, wie schwer es ist eine runde Story in 8.000 Zeichen zu pressen.
Ich finde, das ist dir sehr gut gelungen. Deine Geschichte lebt durch die starken Dialoge. Mir hat besonders Yunas jugendgemäße Sprache gefallen, sie ist dadurch sehr authentisch. Auch hast du die verschiedenen Sichtweisen der beiden gut herausgearbeitet, z. B. das Wohnen in der Stadt und die Berge oder die Vitamine. Tolle Idee, den Hunger in der Welt mit Nährstoffkapseln auszumerzen. Warum ist da noch niemand drauf gekommen?
Auch dein Einfall mit den Brieftauben, die Story mit dem Regierungsbeamten im Hintergrund und das Weitergeben von Informationen auf diese Art hat mich gepackt und macht Lust auf mehr. Sicherlich kann das noch ausgebaut werden, wenn es keine Zeichen-Beschränkung gibt. Dass sie ihrer Oma am Ende das Bild von der toten Taube gezeigt hat, finde ich sehr mutig von Yuna. Respekt.
Ich habe von den Studien noch nichts gehört und finde es beängstigend, dass es in 100 Jahren den Präsenzunterricht in den Schulen oder die Arbeit im Büro kaum noch geben soll. Hoffentlich nicht!!!!
Deine Geschichte hat mir gefallen, weil sie positive und negative Zukunftsaspekte in sich vereint.
Gerne mehr davon.
LG von Anka


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#9

RE: Schreibwettbewerb 2: Gipfelglück

in Archiv 30.01.2021 21:05
von Jana88 • Federlibelle | 537 Beiträge | 1242 Punkte

Oh man, nur noch alles von zuhause machen, gar nicht mehr raus müssen. Ist ja wirklich ein schrecklicher Gedanke.
Die Idee mit der Taube und dem Kaller zum Schluss finde ich wirklich super.
Das hast du doch gut hingekriegt, auch wenn es nicht dein Genre ist.


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Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende *Oscar Wilde
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#10

RE: Schreibwettbewerb 2: Gipfelglück

in Archiv 09.02.2021 12:07
von Sinjane • Federlibelle | 492 Beiträge | 2770 Punkte

@Doro Eine ganz schöne Achterbahnfahrt. Es beginnt so intim zwischen Oma und Enkelin, und dann kommen mehrere überraschende Wendungen. Da wurde Adriana auf sehr bittere Weise davon eingeholt, was "real" eben auch bedeuten kann. Mir gefällt, wie unspektakulär du das Gespräch zwischen den beiden gestaltest und trotzdem die Welt sehr klar zeichnest. Mich hätte noch interessiert warum die Welt so ist, wie sie ist. Einfach nur, weil es technisch möglich ist? Gut konstruiert, habe ich sehr gern gelesen.


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Um erfolgreich zu schreiben, lies viel und schreibe viel (frei nach: Stephen King) Und trink viel Kaffee (ergänzt durch: Sinjane)
Doro hat sich bedankt!
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#11

RE: Schreibwettbewerb 2: Gipfelglück

in Archiv 09.02.2021 14:37
von Doro • Federlibelle | 2.270 Beiträge | 8898 Punkte

Zitat von writeandride im Beitrag #8
Ich habe von den Studien noch nichts gehört
@writeandride, ich habe einfach "Wie sieht die Welt in 100 Jahren aus" eingegeben. Einer der Links, die mir angezeigt wurden, war: https://www.galileo.tv/life/zukunftsvisi...ahren-aussehen/

Zitat von writeandride im Beitrag #8
Warum ist da noch niemand drauf gekommen?
Das wäre doch langweilig. Kapseln zu essen, meine ich. Andererseits verdienen die Industrieländer viel Geld mit den Entwicklungsländern. ICh denke, es wäre bestimmt möglich, aber das müsste man wollen.

Zitat von writeandride im Beitrag #8
finde es beängstigend, dass es in 100 Jahren den Präsenzunterricht in den Schulen oder die Arbeit im Büro kaum noch geben soll.
Ja, der Gedanke gefällt mir auch nicht, andererseits bekommen wir im Moment einen Vorgeschmack darauf.

Zitat von writeandride im Beitrag #8
Deine Geschichte hat mir gefallen, weil sie positive und negative Zukunftsaspekte in sich vereint. Gerne mehr davon.


Danke!

LG
Doro


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#12

RE: Schreibwettbewerb 2: Gipfelglück

in Archiv 09.02.2021 14:47
von Doro • Federlibelle | 2.270 Beiträge | 8898 Punkte

Liebe @Jana88 und @Sinjane,

Zitat von Jana88 im Beitrag #9
Das hast du doch gut hingekriegt, auch wenn es nicht dein Genre ist.

Zitat von Sinjane im Beitrag #10
Gut konstruiert, habe ich sehr gern gelesen.
Danke euch beiden.

Zitat von Sinjane im Beitrag #10
Mich hätte noch interessiert warum die Welt so ist, wie sie ist. Einfach nur, weil es technisch möglich ist?
Das war Gott sei Dank nicht Thema des Schreibwettbewerbes.

Ich könnte mir allerdings gut vorstellen, dass zunächst alles technisch Mögliche verwirklicht wird. Aber irgendwann werden die Menschen dem wieder überdrüssig und sie besinnen sich auf das was war.

LG
Doro


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