#1

SGZ Nr. 13 - Lady Godivas mutiger Ritt

in Die Geschichten der Woche 01.04.2023 12:23
von Bree • Federlibelle | 4.118 Beiträge | 16414 Punkte

LADY GODIVAS MUTIGER RITT

Lady Godiva schaute aus dem Fenster. Es war ein herrlicher Morgen Ende Mai. Warm, sonnig und windstill. Es verlangte ihr nach der ersten Mahlzeit des Tages, so verließ sie ihr Gemach und gelangte wenig später über die Wendeltreppe der Burg hinunter in die große Halle. Deren Türen standen weit offen, und die verärgerte Stimme ihres Gemahls Leofric war deutlich zu vernehmen.
Godiva trat näher und erkannte vier Bürger aus Coventry, die sichtlich nervös vor ihrem Ehemann standen.
„Aber Sir“, sagte einer von ihnen, während er seine Mütze in den Händen drehte, „die einfachen Leute der Stadt können keine weitere Steuer zahlen, sie haben nichts mehr.“
„Das behaupten sie immer“, erwiderte der Earl of Mercia streng.
„Weil es die Wahrheit ist, Sir. Bitte, überlegt es Euch noch einmal.“
„Da gibt es nichts zu überlegen. Die Steuereinnahmen werden dringend benötigt. Es tut mir leid, aber ich kann Euch diese Steuer nicht erlassen.“
Die vier Bürger verbeugten sich und wandten sich stumm ab. Sie kamen auf dem Weg nach draußen auf Lady Godiva zu. Alle vier gingen mit gesenkten Köpfen, doch als sie die Gattin des Earls bemerkten, grüßten sie die Lady ehrerbietig.
Godiva nickte ihnen zu. Sie registrierte sehr wohl, wie abgehärmt und dünn die Männer waren, wie ihre einfache Kleidung an ihnen herabhing. Und sie wusste, ihren Frauen und Kindern ging es genauso. Die Menschen in Coventry schufteten tagein, tagaus, doch es blieb ihnen kaum genug zum Leben.
Godivas Hunger versiegte. Sie musste etwas tun, um diesen armen Leuten zu helfen. So schritt sie kurzentschlossen auf ihren Mann zu.
„Guten Morgen, Liebster“, sagte sie und reichte ihm ihre rechte Hand.
Er nahm sie und deutete einen Kuss darauf an. „Hast du gut geschlafen, Godiva?“
„Ja, sehr gut, hab Dank. Was wollten die Leute?“
Leofric seufzte. „Sie jammern wieder einmal wegen der Steuern. Doch es führt kein Weg daran vorbei, so leid es mir tut. Komm, setz dich zu mir.“
Sie tat es. Der Mundschenk goss ihr Ale in den bereitstehenden Becher und Lady Godiva trank einen Schluck. Dann sah sie ihren Gemahl bittend an. „Liebster, die Menschen in der Stadt hungern und darben. Du kannst ihnen nicht noch eine zusätzliche Last aufbürden.“
Seine Miene wurde hart. „Ich sagte doch, es muss sein. Du kannst mir glauben, ich tue es nicht gern. Aber wir brauchen diese Einnahmen.“
„Es muss doch eine andere Möglichkeit –“
Leofric hob gebieterisch eine Hand. „Ich möchte nichts mehr davon hören, Godiva!“
Fügsam senkte sie den Kopf und begann, in der Schüssel mit dem Porridge zu rühren, die Leofrics Knappe ihr gebracht hatte. Doch obwohl sie wusste, dass es klüger wäre, auf den Wunsch ihres Gatten einzugehen und fortan zu diesem Thema zu schweigen, ritt sie ein kleiner Teufel. Sie schob die Schale von sich und sah Leofric an. „Also gut. Wenn die Menschen im Ort nichts mehr zu essen haben, weil du sie schröpfst, werde auch ich nichts mehr zu mir nehmen.“
Leofics Faust krachte auf den Tisch. Die Becher und Löffel begannen aufgrund der Erschütterung zu tanzen. Lady Godiva zuckte kaum merklich zusammen, hielt dem aufgebrachten Blick ihres Gatten jedoch stand.
In seinem Gesicht arbeitete es. Sie sah, dass seine Kiefer mahlten vor Zorn. Dann blitzte jäh etwas in seinen Augen auf und seine Miene entspannte sich. Godiva kannte ihn gut. Ihm war etwas eingefallen, womit er meinte, seine Frau zum Schweigen bringen zu können. Sie wappnete sich.
„Also gut“, begann er, „wenn du etwas tun willst, um mich dazu zu bringen, auf die Steuer zu verzichten, wüsste ich da etwas.“
Sie betrachtete ihn kühl. „Und das wäre, mein Gemahl? Sag es, und ich werde es tun.“
Er lehnte sich zurück, Triumph im Blick. „Du reitest nackt durch die Straßen von Coventry.“
Aus den Augenwinkeln bemerkte Godiva, dass die Bediensteten im Raum, die Leofric gehört hatten, erstarrt waren. Auch sie selbst war entsetzt von Leofrics Forderung. Doch sie hatte zugesagt, alles zu tun, was nötig war, und so hob sie ihr Kinn. „Ich tue es“, sagte sie fest. „Doch du stehst zu deinem Wort.“
Die Überraschung darüber, dass sie ohne lange zu zögern seinem Vorschlag zustimmte, war Leofrics Gesicht anzusehen. Aber auch er fasste sich schnell.
„So sei es denn. Heute Abend, wenn die Glocken erklingen, reitest du unbekleidet durch die Stadt, nur von zwei Wachen begleitet. Alle Bürger müssen in ihren Häusern bleiben und die Fensterläden schließen.“ Er rief nach seinem Kämmerer und befahl ihm, die entsprechenden Befehle im Ort zu verkünden.
Lady Godiva saß still daneben. Ihr graute vor dem Abend. Doch sie hatte keine andere Wahl, sie würde dem Wunsch Leofrics entsprechen.

Als die Sonne unterging, war es still geworden auf der Burg. Die Nachricht von dem, was geschehen sollte, hatte sich wie ein Lauffeuer durch den Bergfried und über den Burghof verbreitet.
Lady Godiva saß in ihrem Gemach, nur in einen Umhang gehüllt. Hinter ihr stand ihre Zofe und löste ihre kunstvoll gefertigte Frisur, bis ihr langes blondes Haar wie ein zweiter Umhang über ihre Schultern und den Rücken fiel. Godiva atmete tief durch und erhob sich.
Ihre Zofe folgte ihr wortlos, als sie den Raum verließ und die Stufen zum Burghof hinunterstieg.
Vor dem Burgtor standen zwei Wachen neben ihren Pferden. Das dritte Pferd tänzelte nervös. Es schien die Spannung, die über der Burg hing wie eine tiefe Wolkendecke, zu spüren.
Lady Godiva betrachtete den harten Ledersattel und drehte sich zu ihrer Zofe um. „Abigail, seid so gut und holt ein Kissen für mich. Groß genug, dass es auf den Sattel passt.“
Abigail knickste rasch. „Sehr wohl, Mylady.“ Sie wandte sich um und eilte davon.
Godiva schritt auf die beiden ihr bekannten Wachen zu. „Frederic, ihr zwei reitet vor mir“, bestimmte sie.
„Ganz wie Ihr wünscht, Mylady“, antwortete der ältere der beiden Wachen, vermied es jedoch, sie anzusehen. Dass seine Herrin mit offenem Haar vor ihm stand, war ihm gewiss unangenehm, dachte sich Godiva. Die Bediensteten – außer ihrer Zofe – sahen sie stets sorgfältig zurechtgemacht, mit frisiertem Haar und züchtiger Kopfbedeckung.
Unschlüssig standen sie da, alle drei, und bis auf das Krächzen einiger Krähen und das Tänzeln der Stute, die für Godiva bestimmt war, herrschte völlige Stille. Ahnungsvoll schaute Godiva am Bergfried hoch und entdeckte ihren Mann. Leofric stand am offenen Fenster seines Gemachs und sah zu ihr herab. Sie tauschten einen beredten Blick, doch dann näherten sich die eiligen Schritte von Abigail, die mit einem großen Kissen in den Händen auf sie zugelaufen kam. Sie bettete das Kissen auf dem Sattel und Frederic half Godiva aufs Pferd. Das war üblicherweise Aufgabe eines Stallknechts, doch da sich an diesem Abend keiner von ihnen im Burghof aufhalten durfte, nahm sich Frederic Godivas an.
Das Burgtor öffnete sich wenig später, und Godiva ritt hinter den beiden Wachen über die Zugbrücke Richtung Coventry. Aus der Stadt war das Läuten der Kirchenglocken zu hören.
Vor dem Stadttor rief Lady Godiva: „Haltet an! Aber richtet Eure Blicke nur nach vorn. Schaut keinesfalls zurück!“
Die Wachen gehorchten.
Godiva löste die Schleife, die ihren Umhang zusammengehalten hatte, und der samtige Stoff glitt von ihren nackten Schultern und fiel zu Boden. Sodann begann sie, ihr langes Haar so zu drapieren, dass es möglichst viel von ihrer Nacktheit verhüllte.
„Alsdann, ich bin bereit“, sagte sie laut genug, dass die beiden Wachen sie verstanden.
Die Pferde setzten sich in Bewegung. Es war inzwischen dämmrig geworden, und aus keinem der Häuser drang auch nur ein Lichtschein, da sämtliche Fensterläden geschlossen waren. Die Stille, nachdem die Glocken verklungen waren, hatte etwas Unheimliches. Nur das Klappern der Pferdehufe auf den staubigen Straßen der Stadt, das sich mit dem Knirschen der ledernen Sättel und dem leisen Klingeln der Pferdegeschirre vermischte, war zu vernehmen. Lady Godiva schauderte in der Abendkühle, auf ihren Armen und Beinen bildete sich eine Gänsehaut. Doch sie ritt tapfer weiter. Ihr Blick wanderte über die niedrigen, zum Teil etwas schief gebauten Häuser mit den verschlossenen Fenstern und Türen. Sie sah tatsächlich keine Menschenseele und war erleichtert darüber. Würden die Bewohner Coventrys sie bei diesem Ritt beobachten, wäre sie vermutlich vor Scham gestorben.
Schließlich war es geschafft. Sie ritten durch das offene Stadttor hinaus und Frederic hielt an, um den Umhang wieder aufzuheben. Er schüttelte ihn aus und reichte ihn zu Godiva hinauf, den Blick züchtig gesenkt.
„Ich danke Euch, Frederic“, sagte Lady Godiva, und hüllte sich in den weichen Stoff.
Auf der Burg erwartete sie der Earl of Mercia. Er schwieg, bis Frederic seiner Gemahlin aus dem Sattel geholfen, sich verabschiedet hatte und sie allein waren.
„Du hast es also getan“, sagte er, sichtlich beeindruckt.
„Ich halte immer mein Wort“, erwiderte sie lächelnd. „Und ich hoffe, das gilt auch für dich, Liebster.“
Er nickte widerstrebend. „Selbstverständlich. Ich werde auf die Steuer verzichten, wie ich es versprochen habe.“ Damit hielt er ihr seinen Arm hin und sie betraten gemeinsam den Bergfried.
Zurück in ihrem Gemach wurde sie von ihrer Zofe Abigail empfangen, die bereits das Nachtgewand für ihre Herrin bereitgelegt hatte.
Als Godiva wieder angezogen war, sagte sie: „Danke für das Kissen, liebe Abigail. Der Ritt wäre ohne es recht unangenehm geworden, fürchte ich.“ Sie kicherte und Abigail fiel ein.

Am nächsten Tag erschien der Kämmerer mit Nachrichten aus Coventry. „Die Menschen haben laut gejubelt vor Freude und danken Euch von ganzem Herzen“, sagte er zu Godiva und Leofric, die in der großen Halle nebeneinander saßen.
„Es war sehr anständig von ihnen, sich in ihre Häuser zurückzuziehen und mir nicht zuzuschauen“, erwiderte Godiva, worauf der Kämmerer sich räusperte. „Offenbar gab es doch jemanden, der sich nicht zurückhalten konnte“, meinte er. „Ein Schneider namens Tom hatte sich, wie man mir mitteilte, ein Loch in die Tür gebohrt und hindurchgesehen. Doch stellt euch vor, der Herr hat ihn umgehend mit Blindheit gestraft.“

ENDE

Nachtrag: In Coventry steht ein Denkmal von Godiva auf ihrem Pferd, nur von ihrem Haar notdürftig bedeckt. Zudem gibt es jährlich einen Umzug zu ihren Ehren. Und noch etwas: Im englischsprachigen Raum nennt man einen Spanner bis heute „Peeping Tom“, was auf den besagten Schneider zurückgeht. Doch nur die wenigsten wissen, woher dieser Begriff kommt. Ihr dagegen wisst es jetzt.

LG
Bree


Der Kriminalschriftsteller ist eine Spinne, die die Fliege bereits hat, bevor sie das Netz um sie herum webt.
(Sir Arthur Conan Doyle)

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zuletzt bearbeitet 01.04.2023 12:29 | nach oben springen

#2

RE: SGZ Nr. 13 - Lady Godivas mutiger Ritt

in Die Geschichten der Woche 01.04.2023 15:36
von Gini • Federlibelle | 1.759 Beiträge | 3580 Punkte

@Bree eine interessante Geschichte. Aber warum wollte ihr Gemahl, dass sie nackt durch die Stadt ritt.
Hat man das in der Legende je herausgefunden? Aber sie ist eine tolle Frau. So etwas für das Volk zu tun,
ist schon beachtlich. Aber ehrlich, den Mann würde ich abschießen. Was für ein ....
Wo genau liegt Coventry? Danke für die nette Unterhaltung.
Wie lange kann man eigentlich SGZ posten? Ich dachte nur bis Freitag 18 Uhr. Steht so in den Regeln.
Aber da du auch heute gepostet hast, hab ich auch noch schnell etwas geschrieben.


Gedanken sind nicht stets parat,/ Man schreibt auch, wenn man keine hat.

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#3

RE: SGZ Nr. 13 - Lady Godivas mutiger Ritt

in Die Geschichten der Woche 02.04.2023 12:27
von Bree • Federlibelle | 4.118 Beiträge | 16414 Punkte

Liebe @Gini

danke fürs Lesen und Kommentieren.

Zitat von Gini im Beitrag #2
warum wollte ihr Gemahl, dass sie nackt durch die Stadt ritt.

Ich nehme an, dass er das eigentlich nicht wollte. Er ging davon aus, dass sie nicht darauf eingehen würde, so dass er trotz ihrer Bitte die Steuer würde erheben können. Dass sie seine Herausforderung annahm, hat ihn sicherlich verblüfft.

Zitat von Gini im Beitrag #2
Wo genau liegt Coventry?

Ziemlich genau in der Mitte von England. Zentraler geht es kaum.

Zitat von Gini im Beitrag #2
Wie lange kann man eigentlich SGZ posten? Ich dachte nur bis Freitag 18 Uhr. Steht so in den Regeln.
Aber da du auch heute gepostet hast, hab ich auch noch schnell etwas geschrieben.

Dann werde ich die Regeln lieber ändern. Vorher hatte ich schlicht keine Zeit. Und das ist auch gut so, so konnten noch dein, mein und Doros Beitrag mitmachen. Sonst hätte es nur zwei Geschichte gegeben, und das ist ein bisschen wenig.

LG
Bree


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#4

RE: SGZ Nr. 13 - Lady Godivas mutiger Ritt

in Die Geschichten der Woche 02.04.2023 21:11
von Sabrina Meinen • Federlibelle | 545 Beiträge | 1587 Punkte

@Bree: Schöne Geschichte, interessant auf was sie zurückgeht. Hast du eine Ahnung wie viel Wahrheit in ihr steckt?


Finde den Mut für die Veränderung, die du dir wünscht,
die Kraft, es durchzuziehen
und den Glauben daran, dass sich alles zum Besten wenden wird.
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#5

RE: SGZ Nr. 13 - Lady Godivas mutiger Ritt

in Die Geschichten der Woche 02.04.2023 22:06
von Carlotta Lila • Federlibelle | 2.070 Beiträge | 9039 Punkte

Liebe @Bree, super diese Geschichte von der anscheinend historischen Figur der Lady Godiva. Woher du nur immer solche Sachen findest! Und das spielte in England - als ich GODIVA las, dachte ich an Indien. So kann man sich täuschen.
Habe ich gerne gelesen!
Liebe Grüße
Carlotta Lila


https://www.leseflamme.jimdofree.com

Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es noch einmal zu versuchen.
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#6

RE: SGZ Nr. 13 - Lady Godivas mutiger Ritt

in Die Geschichten der Woche 03.04.2023 12:55
von Bree • Federlibelle | 4.118 Beiträge | 16414 Punkte

Hallo @Sabrina Meinen und @Carlotta Lila

vielen Dank fürs Lesen und euer Feedback!

Zitat von Sabrina Meinen im Beitrag #4
Hast du eine Ahnung wie viel Wahrheit in ihr steckt?

Leider nein. Die Legende ist aber weit verbreitet und wie bereits erwähnt findet jährlich für Godiva ein Umzug durch Coventry statt. Ich denke, wenn sie komplett erfunden wäre, gäbe es das nicht, ebenso wenig wie das Denkmal zu ihren Ehren. Aber eine Garantie ist das natürlich nicht. Das Ganze ist schließlich schon fast 1000 Jahre her.

Zitat von Carlotta Lila im Beitrag #5
Woher du nur immer solche Sachen findest!

Das kann ich dir in diesem Falle ganz genau sagen: Aus dem Buch "Von Ratlosen und Löwenherzen" meiner Lieblingsautorin Rebecca Gablé. Das Buch fasst das gesamte englische Mittelalter (450 n. Chr. - 1485 n. Chr.) auf humorvolle und interessante Weise zusammen und ich höre das Hörbuch häufig zum Einschlafen. Nicht, weil es so langweilig wäre, sondern weil ich es mittlerweile fast mitsprechen kann.
Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich das (Hör-)Buch unbedingt antun! Ich kann es jedenfalls nur wärmstens empfehlen. Vielleicht stelle ich es gleich mal in unserem Bücherregal vor ...

LG
Bree


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zuletzt bearbeitet 03.04.2023 12:55 | nach oben springen

#7

RE: SGZ Nr. 13 - Lady Godivas mutiger Ritt

in Die Geschichten der Woche 03.04.2023 15:06
von Carlotta Lila • Federlibelle | 2.070 Beiträge | 9039 Punkte

Coole Idee Liebe @Bree (-:


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#8

RE: SGZ Nr. 13 - Lady Godivas mutiger Ritt

in Die Geschichten der Woche 07.04.2023 18:39
von -jek • Federlibelle | 678 Beiträge | 2064 Punkte

@Bree Wie immer schön geschrieben, aber zum Wahrheitsgehalt der Legende gibt es ein paar Fragezeichen. Ich habe kurz mal in englische Quellen hineingesehen. Z.B. war Coventry damals noch keine Stadt, sondern eine durch Godiva und ihren Mann gegründete Bedediktinerabtei. Auch heißt das lateinische Wort "nudus" aus der ersten überlieferten Nachricht zu der Geschichte nicht immer nackt, sondern auch unbewaffnet oder leicht bekleidet, sozusagen entblößt. Entsprechend traten Bittsteller zu Godivas Zeiten oft in Unterkleidung vor ihren Herrn, um die Unterwürfigkeit zu betonen.


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#9

RE: SGZ Nr. 13 - Lady Godivas mutiger Ritt

in Die Geschichten der Woche 09.04.2023 09:54
von Bree • Federlibelle | 4.118 Beiträge | 16414 Punkte

Lieber @-jek

es ist vermutlich wirklich hochtrabend, Coventry als Stadt zu bezeichnen. Vermutlich war es höchstens ein kleines Dörfchen rund um die Benedektinerabtei. Da Godiva aber laut der Legende durch die Straßen ritt, muss es zumindest etwas mehr als nur die Abtei gewesen sein.
Wie viel Godiva während ihres Ritts anhatte, kann ich natürlich nicht sagen. Es wird aber wohl davon ausgegangen, dass sie tatsächlich nackt war und nur von ihrem langen Haar notdürftig bedeckt wurde.
Deine Erklärung mit der Unterkleidung ergibt durchaus Sinn, ist doch das "Büßerhemd" allgemein bekannt. Ob sie eines trug? Keine Ahnung!
Ob die ganze Geschichte wahr oder nur an Godivas langen Haaren herbeigezogen wurde, kann ich nicht sagen. Aber ich finde sie charmant, und das Hintergrundwissen über den Spanner 'Peeping Tom' mag ich auch.
Danke für dein Feedback.

LG
Bree


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#10

RE: SGZ Nr. 13 - Lady Godivas mutiger Ritt

in Die Geschichten der Woche 09.04.2023 20:05
von -jek • Federlibelle | 678 Beiträge | 2064 Punkte

@Bree Meine Ute ist manchmal genervt, wenn ich eine gute Geschichte, und das war deine Version, auf ihren Wahrheitsgehalt abklopfe. Ich leide da unter der Historiker-Krankheit. Andererseits ist es wie beim Analysieren von Gedichten. Für mich verliert Poesie auch dann nicht den Reiz, wenn ich ihre Konstruktion untersuche. :-)


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