Lieber @-jek
das kommt immer ein bisschen drauf an. Wenn du eingeladen wirst, z. B. von einem Verein oder Ähnlichem, kannst du nach meiner Erfahrung ruhig 150,00 € bis 200,00 € verlangen, die haben meistens genügend Geld für solche Veranstaltungen zur Verfügung.
Organisierst du die Lesung mehr oder weniger selbst, kannst du Eintritt nehmen und dir die Erlöse ggf. mit demjenigen teilen, der die Location stellt. So mache ich es mit der Bergmühle, die nehmen allerdings üblicherweise eine Art Miete, doch weil wir Fördermitglieder sind, können wir die Mühle auch so nutzen.
Prinzipiell ist die Hut-Methode eine gute Idee, die allerdings auch nach hinten losgehen kann. Wenn z. B. nur wenige Leute kommen und davon auch noch welche knausrig sind ... Das hatte ich neulich in Kiel. War ein echter Flop, aber sowas kommt vor, man kann draus lernen.
Gerade am Anfang habe ich oft auch ohne Honorar bzw. für einen kleinen Betrag gelesen und dann mit dem Bücherverkauf noch einiges verdient. Inzwischen habe ich mir glücklicherweise einen gewissen Namen machen können und nehme mindestens 150,00 €, wenn es weiter weg ist, auch 200,00 €. Neulich in DK habe ich sogar 300,00 € bekommen.
Ich verstehe aber deine Bedenken. Ich komme mir auch immer seltsam vor, wenn ich Honorar verlange, für das, was ich so gern tue.
Andererseits - umsonst scheint die 
LG
Bree