#1

Action: Rubine, Russen und ein Rikscha-Rennen

in Archiv 15.06.2025 12:27
von Sturmruhe • Federlibelle | 3.144 Beiträge | 16876 Punkte

Atemlos und schweißnass hetzt Ben durch die Altstadt von Chiang Mai. Sein Herz hämmert, der leichte Tagesrucksack schlägt ihm rhythmisch in die Seite. Tuk-Tuks röhren wie aufgescheuchte Käfer an ihm vorbei. Gehetzt schaut er über die Schulter zurück. Vielleicht hat er Glück und die beiden Russen haben die Verfolgung aufgegeben. Doch darauf verlässt er sich lieber nicht. Er rennt weiter. Motorräder schnurren vorbei, Pickups hupen, eine Ambulanz rast mit Blaulicht und Sirene heran. Kinder lachen fröhlich. Aus einem Tempel in der Ferne schallt über blecherne Lautsprecher ein Mantra herüber. Wieder schaut er sich um.
Da kommen sie! Ausgerechnet Wladimir und Mischa! Wenn ich denen in die Hände falle, machen sie Hackfleisch aus mir.
Ben weiß, die beiden sind brutal und gewalttätig. Sie haben Spaß daran, ihre Gegner zu quälen und sind in ihren Mitteln nicht wählerisch, dabei sehr effizient in der Anwendung. Er legt noch einen Zahn zu.

Seine Verfolger kommen näher. Beide sind extrem bullig und haben trotz des tropischen Wetters eine bleiche, kränklich wirkende Haut. Der eine, Wladi, hat ein pockennarbiges Gesicht und seine Nase hat definitiv mehrere Brüche überstanden. Ein Totenkopf-Tattoo zieht sich über die Glatze bis hin zu den Augenbrauen. Mischa ist breiter gebaut, dafür etwas kleiner als Wladi. Auch sein Kopf ist kahl. Seine eisblauen Augen wirken wie gefährliche Stechwerkzeuge. Mischas Erkennungszeichen ist seine auch bei tropischen Temperaturen bis zum Hals geschlossene rote Lederjacke.
Ben fragt sich, was schiefgelaufen ist. Der Deal mit den Rubinen aus Myanmar ist doch perfekt gelaufen. Er hat sie wie mit Yuri vereinbart über die grüne Grenze nach Thailand geschmuggelt. Nur dass der Typ, der sie in Empfang nehmen sollte, zur Übergabe nicht aufgetaucht ist.
Ben flitzt in eine schattige Seitengasse, wo sich Häuser mit geschnitzten Teakholzbalkonen gegenüberstehen. Blumenkästen hängen an den Zäunen, Wäsche bewegt sich träge im lauen Wind. Beinahe stolpert er über einen streunenden Hund, der ihm geifernd hinterherbellt.
Einen ganzen Tag lang hat Ben wie auf heißen Kohlen im Sun & Moon Guesthouse gewartet, kein Anruf, nichts, und Yuri hat nicht auf seine Nachrichten reagiert. Heute Morgen hat er gepackt und sich ein Busticket nach Pai besorgt. Wenn keiner die Rubine haben will, er weiß genau, was er damit anfangen wird.
Jeder andere wäre auch abgehauen und hätte die Rubine mitgenommen, denkt er.

Im Schatten zwischen zwei Strommasten wartet eine Fahrradrikscha: knallrot, mit Stoffblumen an den Dachstangen und einem goldenen Plastikbuddha auf dem Lenker. Der Fahrer, ein ausgemergelt wirkender, barfüßiger Mann mit Glimmstängel im Mundwinkel döst vor sich hin. Um seine knochigen Hüften hat er einen fadenscheinigen, karierten Sarong drapiert.
„Hundred Baht extra, if you ride like the devil“, ruft Ben keuchend und springt in die Rikscha.
Der Fahrer schreckt auf, sieht die heranstampfenden Männer und ist sofort hellwach.
„Hold tight“, murmelt er, wirft seine Kippe weg und tritt stehend in die Pedale. Es dauert einen Moment, bis sich das schwere Gefährt in Gang setzt und Momentum erzielt. Doch dann geht es leicht bergab, der Fahrer lässt sich auf den Sattel sinken und die Rikscha rattert los wie ein wildgewordener Kampfhahn auf Speed.

„Where you go, Farang?“, ruft der Fahrer gegen den Fahrtwind.
„Je t’aime Guesthouse! Go, go!“
Der Fahrer grient. „Ahh... Lek. Jungleman. Fighter! I know! Okay, okay.“
Wie ein Besessener tritt er in die Pedale. Schweiß rinnt ihm den Rücken hinab. Ben ist erstaunt, wie viel Kraft in diesem ausgemergelten Körper steckt. Er wirft einen Blick über die Schulter. Seine beiden Verfolger sind nicht zu sehen. Die Rikscha springt über einen Bordstein. Einen Moment scheint es, als würde sie seitlich wegkippen, sie fahren nur auf einem Reifen. Das Fahrzeug schlingert gefährlich, doch der Rikschafahrer kennt sein Gefährt. Elegant fängt er es ab.
Ben kehrt zu seinen Überlegungen zurück. Sein Traum ist eine kleine Frühstücksbar in Pai. Nichts Großes, nichts Arbeitsintensives. Bei ihm würde man den ganzen Tag gemütlich frühstücken können, Continental, Thai-style, chinesisch oder englisch, mit gebackenen Bohnen und Speck. Bens Lieblingsfrühstück. Dann könnte er sich die windigen Schmuggel-Jobs sparen. Er liebt die Gegend von Mae Hongson. Ein, zwei Rubine würden seinen Traum finanzieren.
Hinter ihnen heult ein Scootermotor auf. Ben dreht sich um. Seine Verfolger haben ein Bike gemietet. Sie kommen näher.
Wieso jagt mir Yuri diese Männer hinterher? Er hätte mich doch einfach anrufen können. Die Idee, mit den Rubinen abzuhauen, ist mir ja erst gekommen, als sich niemand gemeldet hat.
„Shortcut!“, ruft der Fahrer und biegt scharf in eine enge Gasse ein. Ein paar Hühner stieben auseinander und ein alter Mann, der gemütlich vor seinem Hauseingang gelesen hat, springt auf und schreit ihnen wütend etwas Unverständliches hinterher, während er die Zeitungsseiten einsammelt, die der Fahrtwind mitgerissen hat.
Hinter ihnen kreischen Reifen, als seine Verfolger den Roller im letzten Moment in die Kurve zwingen. Der Motor röhrt wie ein wütender Bär.
Der Rikschafahrer rast zwischen den Ständen hindurch, begleitet von einer Duftwolke aus Jasmin, gebratenem Fisch und Abgasen. Straßenhändler springen zu Seite, ein Mönch versteckt erschrocken seine Almosenschale unter seiner buddhagelben Kutte. Ein Marktschirm streift Ben am Kopf, die Marktfrau wirft ihnen eine Handvoll Bananen hinterher.
Ihre Verfolger kommen nicht so leicht durch. Die aufgebrachten Straßenverkäufer stellen sich ihnen drohend in den Weg. „No motorbikes!“, rufen sie. Die Russen müssen den Markt über eine Seitengasse verlassen.
Endlich erreicht die Rikscha die alte Stadtmauer. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Je t’aime Guesthaus. Sie fahren durch das Tha Phae Tor mit den vergoldeten Nagas an den Säulen. Mönche in Safranroben springen zur Seite, ein Hund bellt begeistert und beginnt ein Wettrennen mit ihnen.
Ihre Verfolger haben sie fast eingeholt, doch der Rikschafahrer ist jetzt vollkommen in seinem Element. Vorbei geht es an zwei Restaurants, einem Bike-Reparaturshop und einem 7-Eleven. Von irgendwoher riecht es unangenehm nach getrocknetem Tintenfisch, dem Kaugummi der Thais.
Als es hinter ihnen kracht, schaut Ben zurück. Er kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Wladi und Mischa haben eine Garküche gerammt. Der fahrbare Warung ist offenbar gegen den benachbarten Verkaufsstand geschliddert. Es scheppert blechern, aus einem heißen Wok ergießt sich Bratfett auf den Boden, Glas zerbricht klirrend auf dem Kopfsteinpflaster. Fische, Gemüse, Blumen, Essstäbchen, Drachenfrüchte, getrocknete Kröten – alles liegt im Dreck. Die Leute rennen zusammen, versuchen die beiden Russen aufzuhalten, aber die geben einfach Gas und flüchten. Die alte Standinhaberin wirft ihnen empört eine schwere Bratpfanne hinterher.
Der Rikschafahrer schwenkt nach links. Sie hören das Knattern des Scooters, aber noch ist er außer Sicht. Ben erkennt die alte Tempelmauer mit den goldenen Drachenköpfen. Lek’s Guesthouse ist ganz in der Nähe. Es ist nicht das erste Mal, dass er in Schwierigkeiten steckt und wenn er gar nicht weiter weiß, sucht er Zuflucht bei seinem alten Freund. Der fragt nicht lange. Jedenfalls nicht sofort.
Das Je t’aime Guesthouse liegt in einem Garten mit hohen Palmen, Bananenstauden und blühenden Orchideen, geschützt hinter einem schmiedeeisernen, auf Rollen montierten Gittertor. Das Haus selber ist bis übers Dach von einer riesigen, rotblühenden Bougainvillea überwuchert. Im Hof kreischen zwei Affen in einem überdimensional großen Käfig, schwingen sich an den Stangen entlang und bewerfen sich mit Fruchtschalen. Neugierig halten sie inne, als die Rikscha anhält.
Ben steckt dem Fahrer ein paar Scheine zu, springt ab und rennt zum Tor.
Ein sehniger, durchtrainiert wirkender Thai in mittleren Jahren mit freiem Oberkörper tritt aus dem Schatten der Veranda. Er trägt Shorts, Flip-Flops und um den Hals ein goldenes Buddha-Amulett. Der Mann drückt auf einen Knopf und das Eisentor fährt zur Seite.
„Ben. You again!“ Lek lächelt und legt die Hände zum Wai zusammen. „Was ist los?“
„Ich werde verfolgt!“

Wladi tritt vor dem Guesthouse so abrupt auf die Bremse, dass das Bike unter den beiden Männern wegrutscht. Sie landen im Staub während der Scooter mit einem letzten Aufheulen des geschundenen Motors nach vorne schießt.
Ruhig tritt Lek an die beiden Männer heran. Mit einem leichten Lächeln reicht er Mischa die Hand, um ihm aufzuhelfen. Doch der zieht halb liegend ein Messer aus dem Gürtel. Lek weicht zurück, tänzelt, immer noch lächelnd. Mischa springt auf, holt aus, doch ein gezielter Handkantenstoß trifft ihn an der Kehle. Mischa fällt zurück in den Straßenstaub. Lek nimmt das Messer an sich.
Wladi hat sich währenddessen aufgerappelt und nähert sich Lek von hinten. Ben schnappt sich einen Blumenkübel und donnerte ihn Wladi auf den Rücken. Der taumelt vorwärts, geht halb in die Knie und versucht, wieder hochzukommen. Lek packt ihn und wirft ihn mit einer eleganten Drehung zu Boden.
Die Affen kreischen und bearbeiten begeistert mit den Fäusten ihre Brust, einer wirft mit Bananen.
Bevor die beiden wieder zu sich kommen, holt Lek ein paar Kabelbinder und fesselt ihre Arme auf dem Rücken.
„So, und nun will ich wissen, was du wieder angestellt hast.“
Ben erzählt von den Rubinen. Von Yuri. Von seinem Traum in Pai.
„Ich kenne Yuri“, sagt Lek. „Er war mein Meisterschüler im Thaiboxen. Ich rufe ihn an. Warte hier.“
Kurz darauf kehrt er zurück. „Glück gehabt“, sagt er. „Yuri lässt dich vom Haken. Deine Nachrichten hat er zu spät gesehen, sonst hätte er seine Gorillas nicht geschickt.“
Ben atmet auf. „Und die Rubine?“
„Die übernehme ich und gebe sie an Yuri weiter. Zwei darfst du behalten, sagt er – für deine Frühstücksbar.“ Lek grinst ihm zu. „Aber du solltest jetzt besser verschwinden, die beiden hier sind nicht so freundlich gestimmt.“
Das lässt sich Ben nicht zweimal sagen.
"Pai, ich komme!


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Aristoteles

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#2

RE: Action: Rubine, Russen und ein Rikscha-Rennen

in Archiv 15.06.2025 13:06
von Gini • Federlibelle | 2.726 Beiträge | 6249 Punkte

@Sturmruhe wenn das mal kein Action ist, klasse geschrieben. Ich war Team Ben. Auch wenn er geschmuggelt hat.
Er hat es ja für Yuri gemacht. Wenn der sich nicht meldet, hat er selber Schuld.
Großzügig, dass er ihm zwei Rubine für seinen Traum lässt.
Gut, dass er Lek hatte, der ihm helfen konnte. Eine Story direkt aus deiner Heimat.


Gedanken sind nicht stets parat, Man schreibt auch, wenn man keine hat.

Wilhelm Busch (1832-1908)
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#3

RE: Action: Rubine, Russen und ein Rikscha-Rennen

in Archiv 15.06.2025 13:31
von Sturmruhe • Federlibelle | 3.144 Beiträge | 16876 Punkte

@Gini

Zitat
wenn das mal kein Action ist, klasse geschrieben.


Danke sehr. Ich wollte unbedingt für jedes Thema einen Beitrag einreichen. Dieser war Nr. 3. Jetzt ist erstmal Ruhe in der Kreativecke. Übrigens, Lek und das Je t'aime Guesthouse gibt es wirklich, dort bin ich früher öfter abgestiegen. Und so ein Rikscharennen habe ich auch erlebt, allerdings in Penang und ohne die Russen. Auch keine Verfolgungsjagd, sondern ich musste schnell eine Fähre erreichen und war spät dran.


Zitat
Ich war Team Ben. Auch wenn er geschmuggelt hat.Er hat es ja für Yuri gemacht. Wenn der sich nicht meldet, hat er selber Schuld.Großzügig, dass er ihm zwei Rubine für seinen Traum lässt.Gut, dass er Lek hatte, der ihm helfen konnte. Eine Story direkt aus deiner Heimat.



Ja, manche Jungs geraten in solche Kreise und können schwer wieder herauskommen. Lek hat seinen Einfluss als Thaiboxing-Trainer bei Yuri geltend gemacht - das ist eine Sache der Ehre, wie in einem Clan. Hoffentlich hat Ben aus der Sache gelernt! Der wirkliche Lek war tatsächlich auch so ein Typ. Ein Künstler, der in Europa seine Schnitzereien ausgestellt und auch verkauft hat. Riesige Wandbilder aus Teakholz. Ich war zweimal mit ihm und einer ganzen Gruppe auf Trekkingtour im Dschungel. Einmal nur Bergwandern, beim zweiten Mal ging es mit Elefanten, Floß und zu Fuß eine ganze Woche lang durch den Dschungel.

Es macht Spaß, Erinnerungen in Geschichten zu verarbeiten und neu zu gestalten.

Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren.

Liebe Grüße
Marion


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zuletzt bearbeitet 16.06.2025 15:16 | nach oben springen

#4

RE: Action: Rubine, Russen und ein Rikscha-Rennen

in Archiv 15.06.2025 23:00
von Zivilfahndung • Federlibelle | 954 Beiträge | 11472 Punkte

Hui, @Sturmruhe - da sind Lesende gleich drin bei der Szene! So direkt ging das bei noch keiner Action-Geschichte dieses Wettbewerbs los, und sie hält Spannung sowie Tempo hoch. Auch wenn sich der Grund dafür erst mit der Zeit aufklärt

Die Beschreibung der Verfolger passt zu richtig bösen Typen (obwohl so Aussehende ebenso das glatte Gegenteil sein können, ganz liebe Menschen)

Für den Verfolgten ist es unglücklich gelaufen, da sich etwas beim Deal seinem Einfluss entzog (wenn niemand auftaucht, wohl kaum seine Schuld)

Dennoch wirkt sein Handeln wie Klauen / Betrug

Zum Beginn zu Fuß, kommen anschließend bewegliche Fahrgeräte zum Einsatz und sorgen für Abwechslung, gleichzeitig werden Träume erläutert

Der Schluss stimmt versöhnlich, wie sich das Missverständnis aufklärt, und generell spielt die Szene vor toller beschriebener Kulisse und lebendiger Umwelt

Vor allem bei der geworfenen Pfanne musst ich

Viele Grüße,
Christian


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#5

RE: Action: Rubine, Russen und ein Rikscha-Rennen

in Archiv 16.06.2025 06:13
von Sturmruhe • Federlibelle | 3.144 Beiträge | 16876 Punkte

@Zivilfahndung

Zitat
Hui, Sturmruhe - da sind Lesende gleich drin bei der Szene! So direkt ging das bei noch keiner Action-Geschichte dieses Wettbewerbs los, und sie hält Spannung sowie Tempo hoch. Auch wenn sich der Grund dafür erst mit der Zeit aufklärt


Das freut mich sehr! Ich dachte mir, wenn schon Action, dann richtig. Zu Beginn war da noch viel mehr Bewegung, ich musste von 15.000 Worten auf das Limit herunterkürzen. Da bleibt dann leider nur noch das Wesentliche erhalten. Aber weniger ist oft mehr.


Zitat
Die Beschreibung der Verfolger passt zu richtig bösen Typen (obwohl so Aussehende ebenso das glatte Gegenteil sein können, ganz liebe Menschen)


Da stimme ich dir zu, es gibt auch große, starke Glatzköpfe mit Tattoos, die lieb und nett sind. Man trifft sie nur seltener.

Zitat
Dennoch wirkt sein Handeln wie Klauen / Betrug


Ja, im Grunde genommen klaut er ja auch gerade, aber das hatte sich aus der Situation ergeben. Er ist halt ein Kleingauner, der sich mit ein bisschen Schmuggeln über Wasser hält. Für diese Grenztour hätte ihn der Typ bezahlen müssen, der die Rubine abholen sollte. Ben hat versucht, Kontakt aufzunehmen, und als nichts zurückkam, hat er sich halt verdünnisiert. Von daher ist es in diesem Fall nur ein "verzeihliches" Klauen.

Zitat
Der Schluss stimmt versöhnlich, wie sich das Missverständnis aufklärt, und generell spielt die Szene vor toller beschriebener Kulisse und lebendiger Umwelt



Vielen Dank für deine Zeit, ich freue mich über dein Feedback!

Liebe Grüße
Marion


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#6

RE: Action: Rubine, Russen und ein Rikscha-Rennen

in Archiv 16.06.2025 15:19
von Bree • Federlibelle | 6.317 Beiträge | 28187 Punkte

Liebe @Sturmruhe

ich mache es kurz: Klasse Story, viel Tempo, buntes, thailändisches Kopfkino, inklusive Gerüchen und Geräuschen sowie ein versöhnliches Ende. Was will man mehr?
Von mir gibt es ein hochverdientes

LG
Bree


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Geschichten zu schreiben ist für mich ein Weg, in andere Leben, andere Zeiten, andere Orte abzutauchen. Nebenbei kann man Persönlichkeiten erschaffen und ihr Schicksal lenken. Ich kann mir kein schöneres Hobby vorstellen!


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Alles über meine Bücher & mich findet ihr auf meiner Website: www.brittabendixen.de
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#7

RE: Action: Rubine, Russen und ein Rikscha-Rennen

in Archiv 16.06.2025 15:42
von Sturmruhe • Federlibelle | 3.144 Beiträge | 16876 Punkte

Liebe @Bree

Zitat
ich mache es kurz: Klasse Story, viel Tempo, buntes, thailändisches Kopfkino, inklusive Gerüchen und Geräuschen sowie ein versöhnliches Ende. Was will man mehr?Von mir gibt es ein hochverdientes

Dann mache ich es ebenfalls kurz: Danke, danke, danke!

Liebe Grüße
Marion


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#8

RE: Action: Rubine, Russen und ein Rikscha-Rennen

in Archiv 26.06.2025 19:15
von Anka • Federlibelle | 878 Beiträge | 4048 Punkte

Liebe @Sturmruhe,
deine Geschichte gefällt mir besonders gut, weil man sofort mitten in Thailand ist und so vieles von einem Land präsentiert bekommt, in dem ich noch nicht war. So viele herrliche Details beschreibst du, was dort alles auf den Straßen passiert und dazu noch diese rasante Verfolgungjagd, sogar in einer Rikscha. Hätte nie gedacht, dass die mit dem schmächtigen Fahrer eine Chance gegen den Scooter hat. Bike oder Scooter? Für mich ist ein Scooter ein E-Roller und ein Bike ein Fahr- oder Motorrad. Aber schnurz, das tut ja nichts zur Sache. Die Stroy hat mir so gut gefallen, dass ich den Text noch meinem Mann vorlesen werde. Er mag Action und Reisen! Perfekt!


Geschichten schreiben ist wie zaubern!
www.writeandride.de
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#9

RE: Action: Rubine, Russen und ein Rikscha-Rennen

in Archiv 26.06.2025 21:20
von Jana88 • Federlibelle | 792 Beiträge | 1835 Punkte

Das war ja mal richtig rasant. Und ich wollte unbedingt, dass Ben es schafft.
Du hast das Flair super gut eingefangen. Es war wie in einem richtig guten Action-Streifen im Kino.

Hat mir gut gefallen.


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Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende *Oscar Wilde
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#10

RE: Action: Rubine, Russen und ein Rikscha-Rennen

in Archiv 26.06.2025 23:51
von Sturmruhe • Federlibelle | 3.144 Beiträge | 16876 Punkte

Liebe @Anka,

Zitat
deine Geschichte gefällt mir besonders gut, weil man sofort mitten in Thailand ist und so vieles von einem Land präsentiert bekommt, in dem ich noch nicht war. So viele herrliche Details beschreibst du, was dort alles auf den Straßen passiert und dazu noch diese rasante Verfolgungjagd, sogar in einer Rikscha.



Das freut mich sehr. In asiatischen Städten ist oft die Hölle los – und doch gibt es auch wieder Viertel, in denen es sehr beschaulich zugeht. Chiang Mai im Norden von Thailand ist eine sehr lebendige Stadt, geschäftig, bunt und fröhlich, mit wunderschönen Märkten, Tempeln und liebenswerten Menschen.

Zitat
Hätte nie gedacht, dass die mit dem schmächtigen Fahrer eine Chance gegen den Scooter hat. Bike oder Scooter? Für mich ist ein Scooter ein E-Roller und ein Bike ein Fahr- oder Motorrad.



Wenn so eine Fahrradrikscha erstmal in Gang ist, saust die ziemlich schnell dahin, vor allem geht es auf der Straße von der Innenstadt zu diesem speziellen Guesthouse immer ein wenig bergab.

Ein Motorrad kann zwar schneller fahren als eine Rikscha, aber nicht in engen Straßen, in denen rechts und links fahrbare Stände und Straßenküchen stehen. Dann musst du immer damit rechnen, dass dir Leute vors Motorrad laufen. Du kannst dort einfach nicht schnell fahren. Einer Rikscha gehen sie eher aus dem Weg, weil sie wissen, dass es Knochenarbeit ist, sie zu bewegen und dass sie nicht so einfach zu bremsen ist, wenn in Fahrt.

Hier nennen wir übrigens die kleineren Motorroller „Scooter“ und die etwas größeren sind „Motorbikes“ oder einfach „Bikes“. Eigentlich sagen die meisten hier „Bike“ zu allen Motorrädern. Du musst wissen, die Umgangssprache hier bei uns ist Englisch, es sei denn du kannst dich auf Thai gut verständigen, und so groß ist der englische Wortschatz der Einheimischen nicht. Auf Thai heißt das Motorrad „motocyce“. Sie haben sich beim Englischen bedient. Ich selber fahre eine etwas größere Honda, schwarz mit einem gelben Streifen. Ja, da kannst du singen „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“.

Zitat
Die Story hat mir so gut gefallen, dass ich den Text noch meinem Mann vorlesen werde. Er mag Action und Reisen! Perfekt!



Vielen Dank, eine größere Freude kannst du mir nicht machen.

Liebe Grüße
Marion


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#11

RE: Action: Rubine, Russen und ein Rikscha-Rennen

in Archiv 26.06.2025 23:54
von Sturmruhe • Federlibelle | 3.144 Beiträge | 16876 Punkte

Liebe @Jana88,

Zitat
Das war ja mal richtig rasant. Und ich wollte unbedingt, dass Ben es schafft.Du hast das Flair super gut eingefangen. Es war wie in einem richtig guten Action-Streifen im Kino.Hat mir gut gefallen.



Vielen Dank, das freut mich wirklich sehr. Ich finde auch, Ben hat eine zweite Chance verdient.

Liebe Grüße
Marion


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#12

RE: Action: Rubine, Russen und ein Rikscha-Rennen

in Archiv 06.07.2025 08:39
von Carlotta Lila • Federlibelle | 2.665 Beiträge | 12614 Punkte

Liebe @Sturmruhe, der Wettbewerb ist ja schon vorbei aber ich habe erst jetzt in Ruhe Zeit zum Lesen!
Gratuliere zum Gewinn für deine Coole Russen-Story mit viel Lokalcolorit!
Besonders gegraust hat es mir vor diesem Kaugummi aus Tintenfisch(-:
In deiner Geschichte finde ich auch eine kleine Paralelle zur der von @Yggdrasil: Ein Krimineller, der sdurch seine Taten einfach zu Geld kommen will (koste es was es wolle natürlich) und sich aber dann friedlich zur Ruhe setzten will.
Also irgendwie ist das also doch der Traum von den meisten Menschen, ausser sie sind echte Psychophaten ... so wie die Politiker, von denen wir dauernd lesen (-; das sind die wahren Kriminellen

Sehr actionreich und rasant ist deine Geschichte und wir lernen so auch die bunte Stadt Chiang Mai kennen.
Das Klischee von den blassen Russen - sogar wenn sie im tropischen Klima sind, haha, ich muß sagen, es stimmt einfach - soweit ich es beurteilen kann!

Herzliche Grüße
Carlotta Lila


https://www.leseflamme.jimdofree.com

Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es noch einmal zu versuchen.
Thomas Alva Edison
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#13

RE: Action: Rubine, Russen und ein Rikscha-Rennen

in Archiv 06.07.2025 15:03
von Sturmruhe • Federlibelle | 3.144 Beiträge | 16876 Punkte

Danke, liebe @Carlotta Lila,

Zitat
Besonders gegraust hat es mir vor diesem Kaugummi aus Tintenfisch(-:


Mit Recht! Ich musste ml aus Höflichkeit eins probieren, es war sowas von ekelig, das kann ich gar nicht beschreiben.

Zitat
Ein Krimineller, der sdurch seine Taten einfach zu Geld kommen will (koste es was es wolle natürlich) und sich aber dann friedlich zur Ruhe setzten will.Also irgendwie ist das also doch der Traum von den meisten Menschen, ausser sie sind echte Psychophaten ... so wie die Politiker, von denen wir dauernd lesen (-; das sind die wahren Kriminellen



Ich denke auch, in vielen Fällen ist es tatsächlich so, dass sie nur einmal den Reibach machen wollen, und wenn es klappt, steigen sie aus. Meistens sind es wahrscheinlich Leute, die in der Vergangenheit immer am kürzeren Ende gezogen haben und jetzt auch endlich mal auf der Gewinnerseite stehen wollen. Und wenn es dann schiefgeht, sie in den Knast müssen, ist der Drops gelutscht. Dann geht es für die wenigsten wieder bergauf. Dann gibt es die Kleinganoven, die machen immer mal wieder ein kleineres Ding, tun aber niemandem wirklich weh. Nur für die richtigen Verbrecher, siehe oben in deinem Beitrag, scheint es immer ungestraft weiterzugehen ...

Danke fürs Lesen und Kommentieren und liebe Grüße
Marion


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