#1

Verbrechen: Shit happens, aber manchmal gewinnt das Karma

in Archiv 15.06.2025 09:07
von Doro • Federlibelle | 3.303 Beiträge | 13504 Punkte

Shit happens, aber manchmal gewinnt das Karma

Elli nahm ein Wollknäuel aus dem Korb. Gestrickte Socken waren das Beste gegen kalte Füße. Deshalb versorgte sie seit Jahren ihre Umgebung mit Selbstgestricktem. Lumpi kam zu ihrem Sessel getrottet, legte sich auf ihre Füße. Sie musste ihm später ein besonderes Leckerli spendieren.
„Frau Kohn? Haben Sie mich verstanden?“
Elli blickte auf und lächelte den Kommissar an.
„Selbstverständlich habe ich Sie verstanden. Es wird Ermittlungen geben. Das erwarte ich von der Polizei.“
„Solange nicht geklärt ist, ob es sich um Selbstmord, ein tragisches Versehen oder ein Tötungsdelikt handelt, dürfen Sie die Stadt nicht verlassen.“
„Das hatte ich nicht vor.“ Die Stricknadeln klapperten und Reihe um Reihe wuchs die Handarbeit.
Eine Frau in Jeans und Lederjacke kam ins Zimmer. Noch eine Polizistin, da war sie sich sicher.
„Frau Kohn? Darf ich mich setzen?“
„Natürlich.“ Elli deutete auf das Sofa ihr gegenüber.
„Nein, danke. Mein Name ist Sandra Winter, ebenfalls Hauptkommissarin, wie mein Kollege. Herzliches Beileid zunächst einmal."
„Danke. Möchten Sie vielleicht etwas trinken?“
„Nein, danke. Würden Sie mir bitte erzählen, wie es kam, dass Ihr Mann sein Medikament mit dem des Hundes verwechselt hat?“

Elli legte für einen Augenblick das Strickzeug in den Schoß. „Mein Mann nahm Digoxin. Das hat ihm der Arzt gegen seine Herzrhythmusstörungen verschrieben. Lumpi“, sie deutete auf den Hund, „leidet seit einiger Zeit unter Harninkontinenz und der Tierarzt hat ein Medikament mit Ephedrin verordnet. Warum mein Mann das genommen hat, darüber könnte ich nur spekulieren.“
„Bitte, gern.“
Elli nickte und ihre Finger nahmen die Arbeit wieder auf. „Ich denke, er hat sich geschämt, oder Eitelkeit? Wissen Sie, er hatte ebenfalls mit Inkontinenz zu kämpfen, wollte aber zu keinem Arzt und dachte wahrscheinlich, was für Tiere gut ist, kann ihm nicht schaden.“
„Wäre möglich, aber jemand könnte auch die Tabletten vertauscht haben. Sie sehen sich recht ähnlich.“
„Ich bestimmt nicht“, wies Elli den Verdacht von sich. Ausnahmsweise war sie an einem Todesfall vollkommen unschuldig.
„Shit happens“, murmelte die Kommissarin. Sie machte eine allumfassende Geste. „Das Mietshaus gehört Ihnen, beziehungsweise Ihnen beiden?“
„Ja, mein Mann hat es eigenhändig gebaut.“
„Aber Sie wohnen in zwei verschiedenen Wohnungen?“
Elli lächelte. „Eine Scheidung wäre zu teuer und zu kompliziert gewesen. Wir hatten uns auseinandergelebt. Vielleicht war der Altersunterschied von zwanzig Jahren doch zu groß.“ Sie zuckte mit den Achseln.
Elli erwähnte nicht, dass Johann Choleriker gewesen war. Mit den Jahren wurde es schlimmer. Anfangs fühlte sie sich geschmeichelt, wenn er sich für sie einsetzte. Manchmal mit schlagkräftigen Argumenten. Irgendwann waren ihr seine Wutausbrüche nur noch peinlich. Und sie richteten sich nicht nur gegen andere, sondern auch gegen seine Familie. Als er den ältesten Sohn krankenhausreif schlug, war sie mit den Kindern ausgezogen. Ein paar Jahre hatte sie sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten, dann an einer nahegelegenen Grundschule eine Stelle angeboten bekommen. Er hatte gebettelt, dass sie wieder zurückkommen sollten und sie hatte nachgegeben, unter der Bedingung, dass sie mit den Kindern eine separate Wohnung beziehen könne. Er hatte zugestimmt.

„Ich habe immer gedacht, im Alter schrumpfen die Unterschiede.“
„Nein. Wo denken Sie hin?“ Elli schüttelte den Kopf. Manche spielen keine Rolle, aber gerade was das Körperliche angeht, da merkt man irgendwann schon fünf Jahre.“
Der Kollege winkte die Kommissarin zu sich, sie tuschelten, was Elli ein wenig ärgerte. Ziemlich unhöflich. Sie kehrte mit einer dünnen Mappe zurück und nahm wieder Platz. „Wie Sie sich denken können, haben wir Sie durchs System laufen lassen.“ Sie schlug die Mappe auf, entnahm ein paar Blätter.
„Und nichts gefunden, nehme ich an.“ Elli war da zuversichtlich.
„Wie man’s nimmt. In ihrem Umfeld gab es einige ungeklärte Todesfälle. Das macht uns stutzig.“ Sie sagte es ruhig, aber bestimmt. Elli musterte sie. Die Lachfalten um die Augen herum, verrieten einen humorvollen Menschen, ließen sie jünger wirken als sie vermutlich war.
„Vor einem Jahr ist Ihr Nachbar gestorben. Laut Autopsiebericht ist er mit Pflanzenteilen des Blauen Eisenhuts in Berührung gekommen. Exitus durch Herzversagen.“
„So schön“, sagte Elli, „aber die giftigste Pflanze Europas.“
„Er hatte Rittersporn im Garten und zwischen den Ritterspornstauden wuchs Blauer Eisenhut.“
Das war Elli bekannt, denn sie selbst hatte ihm die Pflanzen geschenkt. Dass er beim Einbuddeln ins Beet keine Handschuhe getragen hatte, nun, das war nicht ihre Schuld.
„Genau wie bei Ihnen im Garten.“
„Ist das verboten?“
„Das nicht.“
„Gut, denn ich würde ungern alles herausreißen.“
„Er muss mit dem Eisenhut in Berührung gekommen sein.“
„Ja, das sagten Sie.“ Elli nahm ein neues Wollknäuel aus dem Korb. „Soviel ich weiß, hat man ihn im Wald gefunden.“
„Richtig, aber wo er mit der Pflanze Kontakt hatte, konnte nicht festgestellt werden.“
„Deshalb wurden die Ermittlungen eingestellt.“
„Auch das stimmt, aber wenn jemand stirbt, der dermaßen unbeliebt war in der Nachbarschaft, werden wir natürlich hellhörig.“
„Natürlich.“ Der Nachbar war ein Sadist gewesen, Tiere quälen sein besonderes Hobby. Außerdem hatte er Spielzeug in seinem Schuppen gesammelt. Fußbälle, Sprungseile, Ratschen, Federballschläger, ein Feuerwehrauto mit Sirene. Sogar eine Puppe und einen sprechenden Teddy hatten sie gefunden. Man soll niemandem etwas Böses wünschen, aber bei manchen Menschen machte Elli eine Ausnahme. Alle hatte ihm den Tod gegönnt und darum hatte sie kein schlechtes Gewissen. „Haben Sie sonst noch Fragen?“
Die Kommissarin warf einen Blick in ihre Unterlagen und nickte. „Der Vater ihrer Freundin Angelika Meindl ist bei einem Brand ums Leben gekommen. Möchten Sie sich dazu äußern?“
Sie sah die Kommissarin erstaunt an. „Das ist mehr als zehn Jahre her. Lassen Sie mich meine Gedanken ordnen.“ Das musste sie keineswegs, aber sie wollte nichts Unüberlegtes sagen. „Mein Patenkind Nico, der Sohn meiner Freundin, hatte sein bestandenes Referendariat gefeiert. Beide wohnten damals in einer kleinen Mietwohnung. Deshalb hatte er auf dem Bauernhof der Großeltern gefeiert. Angi, meine Freundin, und ich hatten beschlossen, noch ein paar Tage dranzuhängen. Urlaub auf dem Bauernhof ist in, darum hatten ihre Eltern unter dem Dach drei Gästezimmer eingerichtet. Schöne Zimmer, sogar mit Bad. Von meinem Zimmer hatte ich Blick auf die Berge. Wunderbar. Das fehlt mir hier in der Stadt. Aber ich schweife ab. Eines Nachts konnte ich nicht schlafen und bin aufgestanden. Ich wollte mir die Füße vertreten. Als ich draußen war, habe ich bemerkt, dass das Scheunentor offenstand. Das ist sonst nachts zu, wie ich wusste. Der Wetterbericht hatte heftigen Regen und Sturm vorhergesagt, also habe ich es zugeschoben und verriegelt. Dann bin ich wieder ins Bett gegangen und erst aufgewacht, als ich laute Rufe gehört habe. Woher sollte ich wissen, dass der Bauer in der Scheune gewesen war? Allerdings war er selbst schuld.“ Sie beugte sich ein wenig vor. „Die Feuerwehr hat festgestellt, dass er das Feuer gelegt hatte, weil er die Versicherung abzocken wollte.“
Elli lehnte sich im Sessel zurück. Damals hatte sie mit der Zusage zu der Feier gezögert. Aber er war ihr Patenkind und Angi wollte Zeit mit ihrer Mutter verbringen. Als beste Freundin war es Ellis Pflicht zu helfen. Angis Vater war kein netter Mensch, er übervorteilte andere und hatte eine böse Zunge. Andere hielt er gern klein, um sich selbst groß zu fühlen. An der Feier hatte er Nico niedergemacht, ihn einen Looser geheißen. „Früher“, hatte er laut herumtrompetet und sich gefreut, wenn die anderen Gespräche verstummten, „hot ma g‘sagt: Wer nix is, un wer nix ko, got zu Poscht und Bundesbo. Aba heut werdn die alle Lehrer. Klar, die hab’n die meistn Ferien.“ Nico war Lehrer an einer Förderschule. Elli fand es bewundernswert, mit welcher Geduld er sich um seine Schüler kümmerte. Er hatte sie mal zu einer Schulfeier eingeladen und sie hatte erlebt, wie er mit ihnen umging. Aber sein Opa verspottete ihn, krakelte, dass er, wenn er gefragt würde, erzählte, dass sein Enkel in der Baumschule schaffte.
„Karma schlägt zurück“, sagte Elli, sah auf die Standuhr, und legte ihr Strickzeug in den Korb. Und manchmal musste man ihm auf die Sprünge helfen, zum Beispiel, wenn man sah, dass der Bauer nachts in die Scheune ging. Lumpi fiepte, er musste raus. „Noch was?“

„Allerdings. 1976 starb ein gewisser Alois Biersack.“
„Ein widerlicher Mensch.“
„In den Akten steht, er und seine Frau waren für Sie und Ihre Schwester Brigitte Ersatzgroßeltern.“
„Das ist nur die halbe Wahrheit. Steht in ihrer Mappe auch, dass er ein Pädophiler war?“
„Musste er deshalb sterben?“
„Ich war fünf Jahre alt. Das ist jetzt fünfzig Jahre her. Damals habe ich nicht verstanden, warum Gitti dort so oft geweint hat, wenn der ‚Opa‘ nett zu ihr gewesen war oder er Doktor spielen wollte. Ich durfte nicht mitspielen, aber ich habe alles gehört und manches gesehen.“
„Er ist ins diabetische Koma gefallen, weil alle seine Spritzen leer waren.“
Elli überlegte, setzte sich gerade hin. „Ich glaube, das war ich, weil Gitti Panik vor Spritzen hatte und ich wollte nicht, dass er ihr beim Doktorspielen Angst machte. Niemand sollte Kindern Angst machen.“
„Wohl wahr, aber Herr Biersack wachte aus dem Koma nicht mehr auf.“
„Shit happens.“ Elli streckte die Arme aus. „Wollen Sie mich jetzt festnehmen?“
„Sie wissen garantiert, dass eine Verurteilung unmöglich ist, weil sie bei Begehung der Tat keine vierzehn Jahre alt gewesen waren. Aber die Untersuchung der Todesumstände ihres Mannes ist nicht abgeschlossen.“
„Wenn ich nicht verhaftet bin, dann machen wir jetzt einen Spaziergang.“ Lumpi wedelte mit dem Schwanz.
„Bitte halten Sie sich zur Verfügung.“
„Ziehen Sie die Tür ins Schloss.“ Fertig angezogen verließen sie die Wohnung und Elli summte den Song von Katelyn Tarver „Sometimes shit just happens“.
Das stimmte. Aber manchmal gewann das Karma.


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#2

RE: Verbrechen: Shit happens, aber manchmal gewinnt das Karma

in Archiv 15.06.2025 10:18
von johanna • Federlibelle | 979 Beiträge | 4589 Punkte

Klasse diese Hinweise. Wenn ich die nur schon bei meinem ersten Mann gewusst haette..... Lol


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#3

RE: Verbrechen: Shit happens, aber manchmal gewinnt das Karma

in Archiv 15.06.2025 12:48
von Gini • Federlibelle | 2.726 Beiträge | 6249 Punkte

@Doro
Sehr raffiniert die Dame in deiner Geschichte. Ich schätze mal, sie ist verantwortlich für
alle diese Morde, oder Unfälle.
Aber so ein wenig von Robin Hood. Er war immer für die Schwachen. Sie hat nur für
Gerechtigkeit gesorgt. Sehr geschickt sind auch ihre Antworten auf die einzelnen Begebenheiten.
Im Prinzip, können sie ihr nichts nachweisen.


Gedanken sind nicht stets parat, Man schreibt auch, wenn man keine hat.

Wilhelm Busch (1832-1908)
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#4

RE: Verbrechen: Shit happens, aber manchmal gewinnt das Karma

in Archiv 15.06.2025 14:41
von Sturmruhe • Federlibelle | 3.144 Beiträge | 16876 Punkte

Sehr clever zusammengebaut, deine Geschichte, liebe @Doro. Es ist im Grund genommen allen klar, wer da Karma gespielt hat, aber bis auf die Sache mit den Spritzen ist ihr nichts nachzuweisen! Und das gibt sie auch zu, sie konnte in dem Alter dafür nicht belangt werden. Alles andere sind nur Vermutungen. Solange sie sich nicht verquatscht, wird das auch so bleiben. Ja, shit happens!

Deine Geschichte gefällt mir sehr gut, viel Erfolg damit beim Wettbewerb!

Liebe Grüße
Marion


„Wir sind das, was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist daher keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.“
Aristoteles

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#5

RE: Verbrechen: Shit happens, aber manchmal gewinnt das Karma

in Archiv 15.06.2025 22:34
von Zivilfahndung • Federlibelle | 954 Beiträge | 11472 Punkte

Leichen pflastern Ellis Weg, @Doro

Ob sie es jedes Mal war, bleibt im Grunde offen. Es wird zwar angedeutet, das ist eine tolle Idee und gelungen umgesetzt, aber nachweisbar ist was anderes. Sie kann aus gutem Grunde ganz locker bleiben, selbst wenn sie es gewesen wär. Da kann die Frau Ermittlerin noch so viele auffällige Dinge ansprechen. Schön zu lesen, wie sich das steigert

Das mit dem Alter fünf Jahre finde ich etwas unglücklich, da sie solch Dinge bzw die komplexe Gesamtsituation definitiv erst in höherem Alter verstehen kann, u.a. wofür diese Spritzen sind. Eine bewusste Tat kann ich mir da gar nicht vorstellen, allenfalls ggf nach Aufforderung z.B. der Schwester

Etwas offen bleibt mir zudem, warum die Eltern nichts gegen die leeren Spritzen machten konnten (z.B. Arzt hinzuzogen) - ich hab auch schon einmal vergessen, meine Tabletten zu nehmen, und Insulin kann ebenso vergessen werden, da müssen noch andere Dinge schief gehen

Ich hab beruflich schon oft BZ-Messungen durchgeführt, bei denen das Gerät bloß noch „HI“ anzeigte (bedeutet über 600 mg/dL) - und ich mich ganz normal mit den Leuten unterhalten hab, die sich auch überhaupt nicht unwohl gefühlt haben: „Wir haben Ihnen einen Krankenwagen gerufen.“ - „Ja, das muss sein, das kann ich verstehen.“

Das Gegenteil, der niedrigste Wert, den ich jemals gemessen hab, war übrigens 34 mg/dL - da muss jemand schon im Koma liegen, aber war echt nicht. Hat sogar selber die ihr gereichte Limonade getrunken …

Thematisch finden sich zwar Erklärungen, aber wirkliche Reue und v.a. ein Gestehen kann ich hier weniger erkennen

Viele Grüße,
Christian


zuletzt bearbeitet 15.06.2025 22:36 | nach oben springen

#6

RE: Verbrechen: Shit happens, aber manchmal gewinnt das Karma

in Archiv 16.06.2025 15:33
von Bree • Federlibelle | 6.317 Beiträge | 28187 Punkte

Liebe @Doro

hui, was für ein verbrecherisches Schriftstellerherz da in dir schlummert!
Elli kennt sich gut aus, was Gifte und Medikamente angeht, und auch darin, zu verschweigen, was sie verraten könnte.
Mir gefällt auch dieses Setting, ein Verhör beim Socken stricken. Gemütlicher und entspannter geht es kaum.
Und die Polizei hat bei diesem Karma-Engel das Nachsehen.
Prima gemacht! Viel Glück!

LG
Bree


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Geschichten zu schreiben ist für mich ein Weg, in andere Leben, andere Zeiten, andere Orte abzutauchen. Nebenbei kann man Persönlichkeiten erschaffen und ihr Schicksal lenken. Ich kann mir kein schöneres Hobby vorstellen!


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Alles über meine Bücher & mich findet ihr auf meiner Website: www.brittabendixen.de
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#7

RE: Verbrechen: Shit happens, aber manchmal gewinnt das Karma

in Archiv 19.06.2025 22:12
von Doro • Federlibelle | 3.303 Beiträge | 13504 Punkte

Zitat von Gini im Beitrag #3
Im Prinzip, können sie ihr nichts nachweisen.
Liebe @Gini , das hoffe ich doch.

Zitat von johanna im Beitrag #2
Wenn ich die nur schon bei meinem ersten Mann gewusst haette.
@johanna Ich denke, man braucht viel Glück, um damit durchzukommen. Oder viel Geld.
Ich mag meine Prota und alle hatten es auf die eine oder andere Weise verdient, aber ich könnte das wahrscheinlich trotzdem nicht, muss ich aber

ja auch nicht. Mir reicht es völlig, wenn ich meine dunkle Seite in meinen Geschichten ausleben kann.


Zitat von Zivilfahndung im Beitrag #5
Das mit dem Alter fünf Jahre finde ich etwas unglücklich, da sie solch Dinge bzw die komplexe Gesamtsituation definitiv erst in höherem Alter verstehen kann, u.a. wofür diese Spritzen sind.
@Zivilfahndung, Mein Ex-Schwager hat Diabetes. Als es bei ihm entdeckt wurde, waren seine Töchter sehr klein. Mein Schwager hat seine Krankheit quasi zelebriert und die Mädels wussten ganz genau, dass der Papa krank ist und dass er die Spritzen braucht. Ich weiß noch, als wir bei meinem Vater alle zum Kaffeetrinken eingeladen waren und mein Schwager plötzlich eine Rede gehalten hat. Er hat allen ganz genau erklärt, was er hat (obwohl das alle Anwesenden bereits wussten) und was man machen muss, wenn er ins diabetische Koma fällt.

Zitat von Zivilfahndung im Beitrag #5
warum die Eltern nichts gegen die leeren Spritzen machten konnten (z.B. Arzt hinzuzogen)
Die Eltern waren ja nicht da, darum hat der Ersatzopa auf die Mädchen aufgepasst. Ich hatte es gegoogelt und gelesen, dass trotz ärtzlicher Notfallbehandlung jeder 4. oder 5. Patient daran stirbt.

Zitat von Zivilfahndung im Beitrag #5
Thematisch finden sich zwar Erklärungen, aber wirkliche Reue und v.a. ein Gestehen kann ich hier weniger erkennen
Sie bereut ja auch nicht, weil sie findet, dass ihre Opfer es verdient haben.


Zitat von Bree im Beitrag #6
hui, was für ein verbrecherisches Schriftstellerherz da in dir schlummert!
@Bree , dir muss ich ja nicht erzählen, dass es Spaß macht.


Zitat von Bree im Beitrag #6
Viel Glück!
Danke.


Zitat von Sturmruhe im Beitrag #4
Solange sie sich nicht verquatscht, wird das auch so bleibe
Ich denke, das kriegt sie hin.

Zitat von Sturmruhe im Beitrag #4
Deine Geschichte gefällt mir sehr gut, viel Erfolg damit beim Wettbewerb!
Danke.


LG
Doro


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#8

RE: Verbrechen: Shit happens, aber manchmal gewinnt das Karma

in Archiv 21.06.2025 05:55
von Carlotta Lila • Federlibelle | 2.665 Beiträge | 12614 Punkte

Liebe @Doro, Elli st ja ein echter rächender Todesengel, der für Gerechtigkeit sorgt! Nichts kann man ihr nachweisen, dafür hat sie schlau gesorgt. Und: bei ihr sterben nur die Bösen(-;
Ich fand deine Geschichte mit dem Verhör durch die Komissarin super aufgebaut. Liest sich sehr unterhaltsam und spannend!

❤️ liche Grüße
Carlotta Lila


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zuletzt bearbeitet 21.06.2025 05:56 | nach oben springen

#9

RE: Verbrechen: Shit happens, aber manchmal gewinnt das Karma

in Archiv 21.06.2025 13:52
von Yggdrasil • Federlibelle | 1.750 Beiträge | 4498 Punkte

@Doro Ich mag liebenswerte Mörderinnen - in Geschichte!
Sehr schön und viel Erfolg.


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#10

RE: Verbrechen: Shit happens, aber manchmal gewinnt das Karma

in Archiv 26.06.2025 07:37
von Anka • Federlibelle | 878 Beiträge | 4048 Punkte

Liebe @Doro,

ich mag die Atmosphäre der Geschichte. Elli, wie sie strickt und den Polizisten sehr höflich begegnet. Auch ihre Antworten, sie schildert die Fälle der Vergangenheit ausführlich und hält doch zurück, was sie damit zu tun hat. Der Leser kann hier selbst entscheiden, ob er diese sympathische Frau verdächtigt und verurteilt. Sehr gut geschrieben und super Idee.


Geschichten schreiben ist wie zaubern!
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Doro hat sich bedankt!
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#11

RE: Verbrechen: Shit happens, aber manchmal gewinnt das Karma

in Archiv 27.06.2025 21:40
von Jana88 • Federlibelle | 792 Beiträge | 1835 Punkte

Was für tragische Unglücksfälle :-)

Das war toll geschrieben, so von einem Fall zum anderen. Hab ich gern gelesen.


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Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende *Oscar Wilde
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#12

RE: Verbrechen: Shit happens, aber manchmal gewinnt das Karma

in Archiv 28.06.2025 14:04
von Doro • Federlibelle | 3.303 Beiträge | 13504 Punkte

Zitat von Anka im Beitrag #10
Sehr gut geschrieben und super Idee.
Vielen Dank, liebe @Anka !

LG
Doro


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#13

RE: Verbrechen: Shit happens, aber manchmal gewinnt das Karma

in Archiv 28.06.2025 14:04
von Doro • Federlibelle | 3.303 Beiträge | 13504 Punkte

Zitat von Jana88 im Beitrag #11
Das war toll geschrieben, so von einem Fall zum anderen. Hab ich gern gelesen.
Freut mich sehr, liebe @Jana88 .

LG
Doro


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