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Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 04.06.2025 18:29von Bree • Federlibelle | 6.317 Beiträge | 28187 Punkte
Schöne Aussicht
Die ersten Ankommenden tröpfeln aus dem Bahnhofsgebäude. Julius hat sein Taxi verlassen und die kurze Zeit des Wartens genutzt, um sich ein wenig die Beine zu vertreten. Seit Dienstantritt hatte er drei Fahrten, zwei davon waren nur kurz und haben nicht viel eingebracht. Er seufzt und beobachtet den Ausgang. Es sind nicht allzu viele, die um diese Uhrzeit – es ist bereits nach Mitternacht – in Flensburg ankommen. Nachts wirkt das Bahnhofsgebäude nicht ganz so heruntergekommen wie tagsüber, aber schön sieht es auch jetzt nicht aus.
Trolleyräder rumpeln über Kopfsteinpflaster, Reisende werden froh empfangen. Umarmungen, Küsse. Koffer werden verladen, Autotüren knallen zu.
Eine Frau mit einem drei- oder vierjährigen Kind kommt auf Julius zu, der als erster in einer Reihe von drei Taxen steht. Sie hat nur eine mittelgroße Reisetasche dabei, die sie in der linken Hand trägt. An der rechten hält sie das Kind, einen kleinen Jungen, der müde aussieht und einen Teddy im Arm hält. Kein Wunder, dass er kaum noch die Augen offenhalten kann, denkt Julius, der kleine Kerl gehört doch eigentlich längst ins Bett.
„Taxi?“, fragt er.
Die Frau nickt, sieht ihn aber nicht an.
Er öffnet schwungvoll die hintere Tür und hält ihr auffordernd die Hand hin. „Geben Sie mir Ihr Gepäck.“
„Danke“, haucht die Frau und hält ihm die Reisetasche hin. Ihr langes, rötlichblondes und leicht gelocktes Haar verdeckt größtenteils ihr Gesicht, noch immer weicht sie seinem Blick aus. „Komm, Tommi, steig ein.“
Der Junge klettert in den Fond. Julius verstaut die Reisetasche im Kofferraum, ehe er sich hinter seinem Lenkrad niederlässt. „Wo soll’s denn hingehen?“
„Schöne Aussicht Nummer 8, bitte.“
Gute Adresse, denkt Julius. Und eine ganze Ecke entfernt. Er tippt auf rund fünfunddreißig Euro, die er hinterher kassieren kann, das ist nicht übel. Wieviel Trinkgeld die Dame geben wird, ist schwer einzuschätzen. Üblicherweise sind die Leute mit Geld geiziger als diejenigen, die wenig haben.
Er löst die Handbremse und fährt los.
Für Julius kommt es auf jeden Euro an, denn seine Frau Franka ist im Mutterschutz, und ein Baby sorgt für viele Extrakosten. Was sie allein für den Kinderwagen geblecht haben! Bei dem Gedanken seufzt er leise.
Julius liebt seine kleine Familie über alles, deshalb macht es ihm nichts aus, nebenbei Taxi zu fahren. In seinem Job als Hausmeister an einer Schule verdient er nicht gerade üppig, aber die freie Zeiteinteilung – besonders während der Ferien – ist günstig für einen Nebenjob.
Sie haben das Bahnhofsgelände hinter sich gelassen, Julius steuert den Wagen Richtung Innenstadt. Im Radio läuft ein alter Song von Genesis.
„Machen Sie Urlaub in Flensburg?“, erkundigt er sich. Die fehlenden Koffer sprechen dagegen, aber wer weiß?
„Wir besuchen jemanden“, kommt es knapp von hinten. Es ist offensichtlich, dass die Dame keinen Wert auf ein Gespräch legt. Ihrem Dialekt nach zu urteilen, kommt sie aus Süddeutschland.
Okay, denkt Julius, dann eben nicht.
„Aber morgen gehen wir an den Strand, gell, Mama?“, fragt der Kleine.
„Aber freilich. Des hob i dir doch versprochen.“
An der Hafenspitze biegt Julius rechts ab und fährt weiter Richtung Kielseng. Die fast leeren Straßen um diese Uhrzeit machen das Fahren angenehm. Andererseits ist der Verdienst höher, wenn man nicht schnell vorankommt. Zeit ist Geld. Selten passt der Spruch besser als beim Taxifahren, findet Julius. Allerdings gilt er hier andersherum. Je mehr Zeit er sich lässt, desto höher ist der Fahrpreis.
Er hält sich deshalb nachts streng an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Sein Fahrgast ist teuer gekleidet, die Luxusmarken-Reisetasche ist aus Leder, und die genannte Adresse liegt in der edelsten Wohngegend der Stadt. Die Dame kann es sich vermutlich locker leisten, ein paar Euro mehr zu bezahlen.
„I hob an Hunger“, jammert der Kleine.
Seine Mutter bedauert, sie hätte nichts mehr dabei, aber bei Onkel Bruno könne er bestimmt vor dem Schlafengehen noch eine Kleinigkeit essen.
Julius zieht einen Müsliriegel aus dem Handschuhfach und reicht ihn nach hinten. „Magst du das?“, fragt er.
„Des ist net nötig“, wehrt die Mutter ab, worauf ihr Sohn enttäuscht zu weinen beginnt.
„Nehmen Sie ruhig. Ich brauche ihn nicht.“
Sie seufzt hörbar. „Also gut. Danke.“
Der Müsliriegel verschwindet aus Julius‘ Hand, der Kleine verstummt und das leise Knistern der Verpackung ist zu hören. Julius schaut unauffällig in den Rückspiegel. Noch immer ist vom Gesicht der Frau nicht viel zu sehen, sie schaut zu ihrem Sohn, und ihr Haar hängt wie ein Vorhang herab. Lediglich die Nasenspitze kann er im schwachen Licht der Straßenlaternen ausmachen. Er richtet den Blick wieder auf die Straße. Sie kommen zügig voran, fahren bereits beim KBA vorbei, haben gleich den Twedter Plack erreicht. Von da ist es nicht mehr sehr weit bis zur Nobelgegend Schöne Aussicht, die ihren Namen zu Recht trägt.
Im Radio trällert Lady Gaga im Duett mit Bradley Cooper. Säße Julius allein im Wagen hätte er laut mitgesungen, denn er mag den Song. Auch der Film hat ihm gefallen.
„Wie lang tun wir beim Onkel Bruno bleiben?“, fragt der Junge mit Müsliriegel im Mund.
„Des weiß i net, Spatzerl.“
„I wollt nächste Woch mit dem Benny ins Kino.“
Julius sieht im Rückspiegel, dass Spatzerls Mutter einen kurzen Blick zu ihm nach vorn wirft. Für die Dauer eines Herzschlags kann er ihr Gesicht sehen. Irgendwas daran erscheint ihm seltsam, doch ehe er darauf kommt, was es sein könnte, hat sie den Blick wieder gesenkt.
Wieso tut sie so geheimnisvoll? Vielleicht ist sie eine Prominente, die nicht erkannt werden will.
Keine Sorge, denkt Julius verächtlich, ich frag schon nicht nach einem Autogramm.
Er hat die Schöne Aussicht erreicht. Der Weg ist nicht asphaltiert, so dass man gezwungen ist, langsam zu fahren. Im Schritttempo kann er ohnehin am besten die Hausnummern erkennen.
Die Zahl Acht leuchtet deutlich. Julius stoppt und zieht die Handbremse an. Dann dreht er sich halb nach hinten um.
„Das macht dreiunddreißigsechzig“, sagt er und knipst den Lichtschalter ein. Das Lied ist zu Ende, die Nachrichten lösen es ab.
Die Frau auf der Rückbank öffnet ihre Handtasche und zieht ein Portemonnaie hervor. Noch immer kann er ihr Gesicht nicht sehen, denn nun beugt sie sich über die geöffnete Geldbörse, zieht zwei Zwanziger hervor. Es ist still im Wagen, nur der laufende Motor und das Radio sind zu hören.
‚Der bekannte Münchner Immobilienmogul Stefan Wegener fahndet nach seiner Frau und seinem Sohn‘, berichtet der Nachrichtensprecher.
Der Kopf der Frau ruckt hoch. Sie starrt auf das Radio, ihre Miene zeigt Entsetzen, ja beinahe Panik. Dann wandert ihr Blick unsicher zu Julius.
‚Susanne Wegener hat den vierjährigen Tom mit unbekanntem Ziel aus dem Elternhaus entführt.‘
Julius hat nun Gelegenheit, ihr Gesicht zu betrachten, und als er das tut, stockt ihm der Atem. Ihr rechtes Auge ist fast zugeschwollen und blau verfärbt, ebenso ihr Wangenknochen. Das Make-up, mit dem sie die Verletzungen in den vergangenen Stunden wohl versucht hat, zu kaschieren, erfüllt seinen Zweck nicht mehr.
‚Es wurde eine Belohnung in Höhe von zwanzigtausend Euro ausgesetzt. Sachdienliche Hinweise …‘
„Ihr … Ihr Geld“, stottert sie mit belegter Stimme und weicht erneut seinem Blick aus, indem sie den Kopf senkt. Ihre Hand zittert. „Stimmt so.“
Der Nachrichtensprecher berichtet nun über vergebliche Verhandlungen im Ukraine-Krieg. Doch Julius hört gar nicht hin. In seinem Kopf kreisen weiterhin die gerade vernommenen Worte. Kind entführt. Belohnung.
Zögernd nimmt er die beiden Scheine entgegen und stopft sie zu den anderen, die er bereits eingenommen hat.
„Ich hole ihr Gepäck“, sagt er rau und steigt aus.
In ihm rumort es. Ist sein nächtlicher Fahrgast diese Frau, die ihren Sohn entführt hat? München, der süddeutsche Dialekt, die Zeichen von Gewalt in ihrem Gesicht, und sie hat den Jungen vorhin Tommi genannt. Dazu ihr erschrockener Gesichtsausdruck, als die Nachricht kam …
Es passt alles. Was für ein Zufall, dass sie ausgerechnet in sein Taxi gestiegen ist!
Sein Herz schlägt schneller, als er auf den Kofferraum zugeht und die Klappe öffnet. Zwanzigtausend Euro, das ist sehr viel Geld. Es wäre eine enorme Erleichterung für Franka und ihn, ein unverhoffter warmer Regen, der ihnen einige ihrer Sorgen nehmen würde.
Als er die Reisetasche aus dem Kofferraum hebt, steht die vermeintliche Frau Wegener plötzlich neben ihm. Der Riemen der Handtasche liegt auf ihrer schmalen Schulter, der kleine Tom hält ihre Hand und gähnt ausgiebig, dem Teddy im Arm.
Bittend sieht seine Mutter Julius an. Alle leisen Zweifel, dass er sich irren könnte, dass sie eine ganz andere Person ist, sind in dieser Sekunde wie weggewischt. Sie ist diese vermisste Frau Wegener. In ihren Augen stehen Angst und Tränen.
Sie fürchtet gewiss, dass er die Polizei anrufen und sie verraten könnte. Noch mehr liest er in ihrem Blick. Sie fürchtet nichts so sehr, wie zu diesem Mann zurückkehren zu müssen und womöglich ihr Kind zu verlieren.
So reiche Typen wie dieser Immobilienheini haben Macht und Einfluss. Julius mag sich gar nicht ausmalen, was geschieht, wenn er ihrer habhaft wird. Weitere Prügel? Eine Anzeige wegen Kindesentzugs? Oder Schlimmeres?
Er kennt den Mann nicht, hat seinen Namen noch nie gehört, doch er ist ihm von Herzen unsympathisch.
Er reicht der Frau ihre Tasche. „Keine Sorge“, flüstert er. „Und alles Gute für Sie und den Kleinen.“
Er hört ein kurzes, erleichtertes Schluchzen und ein kaum hörbares ‚Danke‘, sieht die Andeutung eines traurigen Lächelns. Dann gehen die zwei auf das Haus zu.
Nachdenklich steigt Julius wieder in sein Taxi und beobachtet die beiden, die ihm ihre Rücken zuwenden. Der eine klein, noch so biegsam, der andere größer, aber schmal und verletzlich.
Als die Tür sich öffnet und ein Mann im Bademantel die zwei hereinlässt, löst Julius die Handbremse und fährt langsam davon.
Franka und er würden auch ohne die Belohnung klarkommen.
Sie hatten etwas, das weit wichtiger war als Geld.
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Geschichten zu schreiben ist für mich ein Weg, in andere Leben, andere Zeiten, andere Orte abzutauchen. Nebenbei kann man Persönlichkeiten erschaffen und ihr Schicksal lenken. Ich kann mir kein schöneres Hobby vorstellen!
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Alles über meine Bücher & mich findet ihr auf meiner Website: www.brittabendixen.de
RE: Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 04.06.2025 20:34von johanna • Federlibelle | 979 Beiträge | 4589 Punkte
Wahrheit kommt ohne viele Worte aus
RE: Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 04.06.2025 21:20von Bree • Federlibelle | 6.317 Beiträge | 28187 Punkte
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RE: Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 05.06.2025 18:52von Gini • Federlibelle | 2.726 Beiträge | 6249 Punkte
@Bree wie traurig, was müssen manche Frauen nur aushalten.
Nur gut, dass sie an Julius geraten ist. Wer weiß, ein anderer hätte vielleicht sofort
dieses Schwein kontaktiert. Eben wegen der Belohnung. Hoffentlich findet der Mann sie nie und sie zeigt ihn an.
Ich kann mich erinnern, dass du schon mal eine Geschichte geschrieben hast über dieses Thema.
Rührende Geschichte.
Gedanken sind nicht stets parat, Man schreibt auch, wenn man keine hat.
Wilhelm Busch (1832-1908)
RE: Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 06.06.2025 07:40von Anka • Federlibelle | 878 Beiträge | 4048 Punkte
Liebe @Bree,
eine Taxifahrt bei der ich von Anfang bis Ende live dabei war, alles gesehen und gehört und empfunden habe. So bildhaft hast du es beschrieben. Auch wollte ich natürlich wissen, warum sie sich seltsam verhält, das war spannend. Dann die Auflösung. Furchtbar, dass es Männer gibt, die so mit ihren Frauen umgehen. Sehr mutig von ihr. Hoffentlich gelingt ihr die Flucht dauerhaft. Toller Taxifahrer, ich mag ihn. Sehr gern gelesen.
Geschichten schreiben ist wie zaubern!
www.writeandride.de
RE: Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 06.06.2025 07:54von Sturmruhe • Federlibelle | 3.144 Beiträge | 16876 Punkte
Liebe @Bree,
ich sitze hier mit Pipi in den Augen ... zum einen, weil es leider so viele Männer vom Schlag dieses Ehemannes gibt, zum anderen, weil es viel zu wenige gibt, die so handeln würden, wie Julius. Deine Geschichte hat mich sehr berührt. Ich hoffe von Herzen, dass diese Frau und ihr kleiner Sohn dem brutalen Ehemann und rücksichtslosen Vater nie wieder in die Augen sehen müssen.
Liebe Grüße
Marion
„Wir sind das, was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist daher keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.“
Aristoteles
RE: Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 06.06.2025 12:15von Bree • Federlibelle | 6.317 Beiträge | 28187 Punkte
Liebe @Anka
liebe @Gini
liebe @Sturmruhe
ich danke euch sehr für euer berührendes Feedback. Wenn ihr so schön mitfühlt mit dieser Frau, die ich mir samt Schicksal natürlich aus den Fingern gesaugt habe, scheine ich was richtig gemacht zu haben. Das freut mich sehr, auch, dass Julius sympathisch rüberkommt.![]()
@Gini
stimmt, ich hatte schon einmal eine Geschichte mit dem Thema Gewalt in der Ehe. Auch sie endete - wie diese hier - offen, so dass man hofft, diejenige würde den Absprung schaffen, aber wissen kann man es nicht. Wie in der Realität eben ...
Nochmals danke, ich hab mich sehr über eure Worte gefreut!
LG
Bree
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RE: Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 09.06.2025 08:43von Zivilfahndung • Federlibelle | 954 Beiträge | 11470 Punkte
Generell spannend und dramatisch, ein toller Aufbau, @Bree
Die Situation zum Beginn ist realistisch eingefangen, mit den bisherigen Fahrten, der Beschreibung vom Bahnhof und dem um die Zeit geringeren Treiben. Der Fahrer hat eine glaubwürdige Bio, die ihn den Nebenjob machen lässt und die für die Entwicklung der Geschichte von Bedeutung ist
Seine Entscheidung ist in dem Moment nobel und richtig
Susanne wird sich nicht ewig verstecken können, sondern müsste bald dringende Gegenmaßnahmen ergreifen. Der Gang zur Polizei und die „Dokumentation“ der Verletzungen (beispielsweise in einem Krankenhaus) sind unausweichlich
Ihr Mann muss sehr viel Einfluss besitzen, wenn ihm ein Aufruf über die Medien möglich ist und er der Meinung ist, dass die mutmaßlich begangene Tat ihm nichts anhaben könnte - das ist für mich der leicht unrealistische Part der Geschichte
Viele Grüße,
Christian
RE: Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 09.06.2025 12:56von Bree • Federlibelle | 6.317 Beiträge | 28187 Punkte
Lieber @Zivilfahndung
vielen Dank für dein Feedback!
Zitat von Zivilfahndung im Beitrag #8
Ihr Mann muss sehr viel Einfluss besitzen, wenn ihm ein Aufruf über die Medien möglich ist und er der Meinung ist, dass die mutmaßlich begangene Tat ihm nichts anhaben könnte - das ist für mich der leicht unrealistische Part der Geschichte
Ja, der Teil ist tatsächlich schwierig. In der heutigen Zeit geht es - Beispiele zeigen es - auch prominenten und einflussreichen Leuten an den Kragen, wenn sie Gewalt gegen Frauen anwenden. Zum Glück!
Wenn mir eine Idee kommt, wie ich das wirklichkeitsgetreuer hinkriege, werde ich die Geschichte entsprechend umschreiben.
Danke für die Anregung!
LG
Bree
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RE: Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 21.06.2025 15:16von Yggdrasil • Federlibelle | 1.750 Beiträge | 4498 Punkte
@Bree Nanu? Kein echter BENDIXEN? Wo bleibt die überraschende Wendung? Z.B. Dass Julius anbietet, für 30.000 Euro auf die versprochenen 20.000 des bösen Ehemannes zu verzichten? Wäre ein gutes Geschäft gewesen ... ;-)
RE: Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 22.06.2025 10:05von Bree • Federlibelle | 6.317 Beiträge | 28187 Punkte
Lieber @Yggdrasil
Zitat von Yggdrasil im Beitrag #10
Wo bleibt die überraschende Wendung? Z.B. Dass Julius anbietet, für 30.000 Euro auf die versprochenen 20.000 des bösen Ehemannes zu verzichten? Wäre ein gutes Geschäft gewesen ... ;-)
Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Mein Julius ist eben ein netter Mensch.
Ihm tat die Frau leid. Aber mit deinem Vorschlag kann natürlich aus dieser freundlichen Geschichte noch eine bitterböse entstehen. Ich denke darüber nach ... 
Danke für das inspirierende Feedback!
LG
Bree
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RE: Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 28.06.2025 13:06von Doro • Federlibelle | 3.303 Beiträge | 13504 Punkte
Liebe @Bree ,
eine sehr berührende Geschichte.
Eine Kleinigkeit ist mir aufgefallen:
Zitat von Bree im Beitrag #1Der Junge geht ja bestimmt noch nicht in die Schule, braucht also einen Kindersitz. Bei uns müssen Taxis Kindersitze mitführen, wenn sie Kleinkinder transportieren.
Der Junge klettert in den Fond.
Hoffentlich zeigt Susanne ihren Noch-Ehemann an.
LG
Doro
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. (Mark Twain)
RE: Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 28.06.2025 13:25von Jana88 • Federlibelle | 792 Beiträge | 1835 Punkte
Gerade der letzte Satz hat es mir total angetan.
Ich habe mir gleich gedacht, dass er sie nicht verrät. Er scheint ein super-Typ zu sein.
Toll, dass nicht alle Menschen so geldgierig sind.
Ich habe es sehr gern gelesen.
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Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende *Oscar Wilde
RE: Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 06.07.2025 08:56von Carlotta Lila • Federlibelle | 2.665 Beiträge | 12614 Punkte
Liebe @Bree, spät aber doch gelesen ... nicht so einfach die Rückkehr zur regelmäßigkeit im Forum! Dies aber an anderer Stelle!
Mir gefällt deine Geschichte ausgesprochen gut. Sie hat jetzt kein typisches Happy-End aber sie zeigt, den Sieg der Menschlichkeit und wie sehr manchmal das Schicksal am seidenen Faden hängt. Wenn nun der Taxifahrer anders reagiert hätte ... denn er hätte ja auch gut Geld brauchen können, dann wäre alles ganz anders ausgegangen! Bleibt zu hoffen, dass der Frau auch in weiterer Folge nichts passiert! Es ist ja nicht so einfach, sich vor einem gewalttätigen Mann zu schützen, vor allem, wenn er auch noch reich ist und Einfluss und Netzwerke hat!
Sehr, sehr spannend geschrieben, berührend und leider auch realistisch. Es wird gezeigt, dass Gewalt auch in reichen Milieus vorkommt!
Herzliche Grüße
Carlotta Lila![]()
https://www.leseflamme.jimdofree.com
Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es noch einmal zu versuchen.
Thomas Alva Edison
RE: Taxi: Schöne Aussicht
in Archiv 06.07.2025 10:37von Bree • Federlibelle | 6.317 Beiträge | 28187 Punkte
Liebe @Carlotta Lila
vielen Dank für dein Feedback! Es stimmt, die Story könnte eine wahre Geschichte sein. Ob ein realer Taxifahrer auch so gehandelt hätte, sei mal dahingestellt. Dafür würde ich meine Hand nichts ins Feuer legen.
Zitat von Carlotta Lila im Beitrag #14
nicht so einfach die Rückkehr zur regelmäßigkeit im Forum!
Das glaube ich dir sofort! Aber du weißt ja, dass du hier immer und jederzeit mit offenen Armen empfangen wirst. Vielleicht spukt dir demnächst eine neue Kurzgeschichte durchs Hirn und du stellst sie uns vor. Ich würde mich freuen!
LG
Bree
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