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Taxi: Das Päckchen
in Archiv 31.05.2025 20:08von Anka • Federlibelle | 878 Beiträge | 4048 Punkte
Samir sitzt in seinem Taxi und schaut auf die Uhr. Seit fünfzehn Minuten steht er schon vor dem Seniorenheim. Viel lieber würde er jetzt am Bahnhof auf Fahrgäste warten. Obwohl die auch immer wählerischer werden. Viele nehmen nicht das erste Taxi, sondern suchen sich ‚ihren‘ Fahrer genau aus. Samir hat schon einiges unternommen, um vertrauenswürdiger zu erscheinen. Statt arabischer Musik hört er beim Warten nur noch Klassik-Radio. Seinen schwarzen Bart hat er sich im Barber Shop abrasieren lassen. Die haben ihn dort angeschaut, als hätte er gebeten, ihm die Haare rosa zu färben. Aber man muss eben Opfer bringen, um Kohle zu machen.
Mit einem schleifenden Geräusch öffnet sich die Tür des Seniorenheims und übertönt den Donauwalzer, der gerade durchs Taxi walzt. Eine Alte mit Rollator und eine Pflegerin kommen auf ihn zu. Samir steigt aus und öffnet die Heckklappe seines Mercedes. Zärtlich streicht er mit der Hand über den hellgelb glänzenden Lack. Seine Schwester in Jordanien liebt dieses Auto und antwortet mit Herzen-Smileys, wenn er Fotos davon schickt. Leider gehört es dem Taxi-Unternehmen. Nicht ihm.
Die Pflegerin hilft der Alten beim Einsteigen. Samir bekommt mit, wie sie zu ihr sagt: „Sprich nicht mit dem Taxifahrer, Irma. Der versteht dich sowieso nicht. Sei vorsichtig! Viel Erfolg!“
Samir hat den Rollator verladen und knallt die Hintertür lauter zu als nötig. „Wo soll’s hingehen?“
Die Pflegerin mustert ihn. „Waldstraße 3. Und bringen Sie Irma wohlbehalten zurück! Ich habe die Nummer Ihres Taxis notiert.“ Dabei grinst sie merkwürdig. Samir verkneift sich, ihr den Stinkefinger zu zeigen. Er wirft ihr einen finsteren Blick zu und antwortet kurz: „Okay.“
Im Mittelspiegel sieht Samir, dass seine Kundin bereits angeschnallt ist. Sie ist sauber gekleidet und drückt ein kleines Paket an ihre Brust, als sei es ein Baby. Er gibt die Adresse ins Navi ein und ist erleichtert. Die Waldstraße liegt in einem Villenviertel in der Vorstadt. Reiche Gegend, vierzig Minuten Fahrt, hin und zurück, da kommt ein Sümmchen zusammen. Hoffentlich kann die Alte das bezahlen. Wenn nicht, wendet er sich an das Seniorenheim. Im Radio läuft „Der Frühling“ von Vivaldi. Das Stück wird oft gespielt, Samir kennt es gut. Wie zum Hohn ist es draußen grau und diesig. November. Die Straßen sind nass. Er fährt vorsichtig. Irma erinnert ihn an seine Großmutter. Auf ihr Drängen ist er vor vielen Jahren nach Deutschland ausgewandert, um ein besseres Leben zu führen. Jetzt fährt er Taxi. Nicht gerade ein Traumjob. Doch es reicht zum Überleben. Und vielleicht sogar, um Sophia eines Tages zu fragen, ob sie seine Frau werden möchte. Er liebt Sophia, die freundliche Kassiererin im Supermarkt. Sie strahlt ihn jedes Mal an, wenn er Waren auf ihr Band legt. Manchmal wechseln sie auch ein paar Worte. Es beginnt leicht zu regnen. Die Scheibenwischer sorgen für klare Sicht. Irma hält sich an die Anweisung und spricht die ganze Fahrt über kein einziges Wort. Im Rückspiegel registriert er, wie angespannt sie ist. Ihre Lippen sind zusammengepresst, das Gesicht weiß. Ihr ganzer Körper scheint das kleine Paket zu umschließen.
„Wir sind da“, sagt Samir und steigt aus. Er öffnet Irma die Tür und hilft ihr aus dem Wagen. Als er ihren Rollator aus dem Kofferraum geholt hat, steht sie fröstelnd mit ihrem Päckchen im Sprühregen und sieht zur Villa mit der Hausnummer drei. Es ist ein altehrwürdiges Bauwerk mit einem leeren Carport, umgeben von hohen Bäumen und einem schattigen Garten. Sie legt das Päckchen auf den Rollator. Mit gebeugtem Rücken sucht sie am Gartentor nach der Klingel und drückt sie. In diesem Moment passiert es.
Wie aus dem Nichts taucht ein Kerl mit einer Kapuze auf, stößt Irma zur Seite, schnappt das Päckchen und rennt davon. Irma schreit entsetzt auf, taumelt und droht zu stürzen. Samir ist sofort bei ihr und hält sie fest. Sie wirft die Faust in die Luft und ruft dem Flüchtenden hinterher: „Stehenbleiben! Kommen Sie zurück!“ Zwecklos. Während Samir ihn mit den Augen verfolgt, setzt er Irma auf ihren Rollator. Eine Frau in buntem Gewand und wirrem Haar kommt aus dem Haus auf sie zugeeilt. „Ist Ihnen etwas passiert?“, ruft sie atemlos.
„Nein, nein“, ruft Irma und deutet zur Straße. Sie ist völlig aufgelöst. „Da! Da läuft er. Haltet ihn! Er darf nicht entkommen … , ich muss doch …, bitte!!“ Tränen stürzen aus ihren Augen.
Samir zögert nicht. „Warten Sie hier!“
Dann rennt er los. Sieht den Kapuzenmann auf der anderen Straßenseite an einem roten Auto. Achtet nicht auf den Verkehr und sprintet, wie er es zuletzt auf dem Sportplatz der Schule getan hat. Der Dieb fingert an der Fahrertür herum. Samir ist fast bei ihm. Noch fünf Meter, … drei, zwei …. Der Kerl will gerade einsteigen. Mit voller Wucht tritt Samir gegen die geöffnete Wagentür. Ein Schrei zerreißt die Luft. Unter der Kapuze schießen ein Fluch und ein hasserfüllter Blick hervor. Samir hofft, die Tür hat das Schienbein des Diebes getroffen. Doch dieser geht nur kurz in die Knie und versucht dann in den Wagen zu kommen. Samir zerrt ihn zurück. Ringt nach Atem. „Her mit dem Paket!“
Eine Faust trifft ihn mit voller Wucht am Kinn. Sein Kopf prallt zurück. Für einen Moment verschwimmt die Welt vor seinen Augen. Er schüttelt sich und packt seinen Gegner am Handgelenk. „Gib es mir, sofort!“
Schwarze Augen feuern Blitze auf ihn. Ein Fauchen vermischt mit Knoblauchgeruch: „Das Zeug ist gestohlen! Die Alte hat es gestohlen.“
Beide Männer ringen, zerren am Paket. Wieder ein Faustschlag. Samirs Ohr explodiert. Um ihn herum ist nur noch Rauschen und Pulsieren. Er sieht rot und schlägt zurück. Trifft den Kerl unterhalb des Brustbeins. Dem bleibt die Luft weg. Röchelnd sinkt er mit dem Oberkörper auf den Fahrersitz. Das Paket! Er hat es unter sich begraben. Samir braucht einige Sekunden, ehe er es ihm entwinden kann. Die schwarzen Augen blinzeln benommen unter der Kapuze. Jetzt nichts wie weg.
Er sprintet zurück, sieht die beiden Frauen unter dem Carport stehen und ist mit wenigen Schritten bei ihnen. Er legt das Päckchen in Irmas ausgestreckte Hand. Dann wird es finster um ihn.
Als Samir wieder zu sich kommt, schmeckt er Blut im Mund. Sein Ohr rauscht, als wäre es eine große Muschel. Ihm wird eine Flasche an die Lippen gehalten. Gierig trinkt er. Sein Puls beruhigt sich nur langsam. Vorsichtig öffnet er die Augen. Er liegt im Carport auf dem Boden, den Kopf gegen einen Getränkekasten gelehnt. Vor ihm kniet die Frau im bunten Gewand und hält die Wasserflasche. Irma sitzt dicht neben ihm auf ihrem Rollator.
Sie ist leichenblass und zittert. „Ich weiß, wer das gewesen ist“, haucht sie.
Samir hört die Worte, doch sie dringen nur langsam zu ihm durch.
„Das rote Auto gehört Milena, meiner Pflegerin. Ihr habe ich gestern von dem Päckchen erzählt.“
Er stützt sich auf den Ellenbogen und trinkt noch einen Schluck Wasser. Atmet tief ein und schüttelt den Kopf. „Das war ein Kerl. Behauptet, Sie hätten ‚das Zeug gestohlen‘.“
„Milenas Lebenspartner. Er hat recht.“ Irma schnieft und nestelt ein Taschentuch hervor. Putzt sich die Nase und deutet auf das geöffnete Päckchen im Schoß der Frau. „Bitte zeigen Sie es ihm, Judith!“
Samir schaut hinein. Sein Atem setzt aus. Ein mit Samt ausgeschlagenes Kästchen, gefüllt mit goldenen Halsketten, Armreifen und Ringen. Er muss die Augen schließen. So etwas kennt er nur aus Filmen.
„Sie haben unseren Familienschmuck gerettet“, sagt Judith dankbar. „Obwohl ich ihn nie vermisst habe. Ich kannte ihn nur von alten Fotos.“
„Ich bin sehr froh, dass ich ihn endlich zurückgeben konnte. Die Schuld wog so schwer, ich wollte sie nicht mit ins Grab nehmen.“ Irma strafft die Schultern und sieht Samir mit tränengeröteten Augen an. „Ich habe diesen Schmuck gestohlen. Damals vor 65 Jahren. Waltraud, Judiths Mutter - Gott hab sie selig - war meine Schulfreundin. Wir waren Teenager, haben gespielt, uns verkleidet und sie hat sich mit dem Schmuck behangen und damit angegeben. Sagte, meine Mutter würde nie solche Ringe tragen können. Meine Eltern arbeiteten beide in der Papierfabrik und hatten es wirklich nicht leicht. Waltraud merkte, wie neidisch ich auf sie war und es verging kein Tag, an dem sie mich nicht ärgerte. Einmal sagte sie: ‚Stinkt es bei euch zu Hause auch wie in der Papierfabrik?‘ “ Irma kann nicht weitersprechen. Schnäuzt sich geräuschvoll und beißt sich auf die Lippe.
„Das ist typisch meine Mutter“, bestätigt Judith. „Empathie war nicht ihre Stärke.“
„Ich habe den Schmuck gestohlen, als eure Familie im Urlaub war“, fährt Irma stockend fort. „Der Schlüssel lag unter der kleinen Engelskulptur neben der Eiche…“
„Da liegt er noch heute“, entfährt es Judith. Erschrocken sieht sie Samir an.
Der versucht zu lächeln. „Danke für den Tipp. Ich werde das nachher gleich im Taxifunk verbreiten.“
Judith lacht über seine Worte. Sie ist in Ordnung, findet Samir.
„Seit 65 Jahren will ich eurer Familie diesen verteufelten Schmuck zurückbringen“, gesteht Irma. „Jeden Tag nehme ich es mir vor. Doch ich habe mich nie getraut.“
„Wieso ausgerechnet heute?“, fragt Judith.
„Milena, diese falsche Schlange, hat mich ausgehorcht. Fragte mich, was ich tun würde, wenn ich noch einen einzigen Wunsch frei hätte. Da habe ich ihr von dem Päckchen erzählt, das mir schon so lange auf der Seele liegt. Ich Rindvieh!“
„Zum Glück gibt es noch Helden auf dieser Welt.“ Judith hilft Samir, sich aufzurichten. „Sie kommen zwar nicht auf einem weißen Pferd daher, dafür mit dem Taxi. Haben Sie eine Freundin?“
„Noch nicht“, antwortet Samir und schwankt ein wenig. Er hält sich an einem Pfosten fest und reibt sich sein Kinn.
„Sollten Sie einmal um die Hand eines Mädchens anhalten … nehmen sie das hier.“ Judith tut geheimnisvoll und übergibt Samir etwas. „Es gehört Ihnen – es ist ein Dankeschön von unserer Familie.“
Fassungslos sieht Samir auf den Brillantring in seiner Hand. Irma hatte 65 Jahre ‚ihr Päckchen zu tragen‘. Er will nicht so lange warten. Gleich morgen geht er zum Supermarkt und lädt Sophia zum Essen ein.
Geschichten schreiben ist wie zaubern!
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RE: Taxi: Das Päckchen
in Archiv 01.06.2025 06:09von Zivilfahndung • Federlibelle | 954 Beiträge | 11470 Punkte
Bei dem Text kommt einiges zusammen, @Anka
Der Kampf gegen Vorurteile, die sich zum Teil nach wie vor gerne halten, Reue, die nach sehr lange Zeit in einer guten Tat mündet, und sogar Action ist bei dem Kampf um das Paket dabei!
Es ist sehr schade, wenn man das Aussehen oder den Musikgeschmack anpassen muss. Wobei ich in der nahen Vergangenheit öfter Taxi gefahren bin, die haben gar nichts angehabt an Radio
Den Hintergrund mit dem Paket fand ich interessant, und Du hast es gelungen in die Länge gezogen. Die Stuntszene empfinde ich „Schlag“fertig, die Auswirkungen eben dieser fließen gut ein
Möge Samirs Vorhaben für den nächsten Tag gelingen!
Viele Grüße,
Christian
RE: Taxi: Das Päckchen
in Archiv 01.06.2025 09:03von Sturmruhe • Federlibelle | 3.144 Beiträge | 16876 Punkte
Zitat
Ich möchte jetzt aber wieder öfter mit euch auf der Wiese sein und hoffe, dass ihr mich wieder mitspielen lasst?
Du bist nicht die einzige, die eine Ruhepause gebraucht hat. Manchmal ist das halt so. Na klar darfst du wieder mitspielen! Vor allem mit so einer tollen Geschichte zum Wiedereinstieg! Sie hat alles, was die Menschen bewegt, ein bisschen Migration, eine nette alte Dame, ein bisschen Crime, einen Helden, Action und ein Happy End.
Gern gelesen!
Viel Glück beim Wettbewerb!
Liebe Grüße
Marion
„Wir sind das, was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist daher keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.“
Aristoteles
RE: Taxi: Das Päckchen
in Archiv 01.06.2025 12:07von blauer Granit • Federlibelle | 896 Beiträge | 4893 Punkte
Liebe @Anka
Eine spannende Geschichte mit überraschenden Wendungen.
RE: Taxi: Das Päckchen
in Archiv 01.06.2025 12:47von Bree • Federlibelle | 6.317 Beiträge | 28187 Punkte
Liebe @Anka
ich freue mich sehr darüber, dass du wieder da bist! Beim Lesen deiner Geschichte wusste ich auch, wieso. Ich habe deine tollen Geschichten wahrlich vermisst! Diese knackigen, kurzen Sätze, die tollen Formulierungen - wie diese hier:
Zitat von Anka im Beitrag #1
Ein Schrei zerreißt die Luft. Unter der Kapuze schießen ein Fluch und ein hasserfüllter Blick hervor.
Sehr schön!
Die Story ist klasse, man fühlt mit Samir mit, als z. B. die Pflegerin ihn so unverschämt behandelt. Übrigens finde ich die Idee von leiser Klassik im Taxi sehr schön. Ich höre normalerweise kein klassische Musik, aber ich könnte mir vorstellen, dass sie bei einer Taxifahrt sehr entspannend wirkt.
Zwei Kleinigkeiten, Genörgel auf sehr hohem Niveau:
Zitat von Anka im Beitrag #1
sieht die beiden Frauen unter dem Carport stehen
Ich hätte 'im Carport' geschrieben. Genau genommen wären sie unter der Erde, wenn sie unter einem Carport stehen, oder?
Zitat von Anka im Beitrag #1
Wir waren Teenager
Eine Dame in dem Alter hätte vielleicht eher 'Backfische' gesagt, oder 'noch sehr jung'. Irma kommt mir nicht so vor, als würde sie Worte wie Teenager benutzen. Das passt besser zu Judith.
Eine schöne Geste, dass sie Samir diesen wertvollen Ring schenkt.
LG
Bree
P.S. Vielleicht kannst du dich auf der Wiese von deinem stressigen Job ein wenig erholen. So eine Art Ausgleichsprogramm?
Hier ist es zum Glück nie stressig.
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Geschichten zu schreiben ist für mich ein Weg, in andere Leben, andere Zeiten, andere Orte abzutauchen. Nebenbei kann man Persönlichkeiten erschaffen und ihr Schicksal lenken. Ich kann mir kein schöneres Hobby vorstellen!
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Alles über meine Bücher & mich findet ihr auf meiner Website: www.brittabendixen.de
RE: Taxi: Das Päckchen
in Archiv 01.06.2025 16:12von Gini • Federlibelle | 2.726 Beiträge | 6249 Punkte
@Anka schöne Geschichte mit Hintergrund. Traurig, dass Samir seinen Bart abnehmen musste.
Aber die Menschheit ist eben so. Wahrscheinlich auch mit dem Hintergrund, der letzten Vorkommnisse.
Klassische Musik beim Taxifahren, warum nicht. Ich glaube arabische ist auch ein wenig nervig, genau
wie türkische. Irma hat sich lange quälen müssen, mit ihrer Schuld.
Die Verfolgungsjagd, könnte auch zu dem Thema Action passen.
Gedanken sind nicht stets parat, Man schreibt auch, wenn man keine hat.
Wilhelm Busch (1832-1908)
RE: Taxi: Das Päckchen
in Archiv 04.06.2025 09:32von Anka • Federlibelle | 878 Beiträge | 4048 Punkte
Vielen Dank für eure positiven Rückmeldungen zu meiner Geschichte. Es ist der erste Text, den ich seit vielen Monaten mal wieder geschrieben habe und es fühlt sich gut an.
Meine Idee war ursprünglich, alle drei Themen in eine Geschichte zu packen. Nur liegt mir das Thema Verbrechen nicht so, deshalb ist mein Bösewicht auch nicht wirklich böse 
Geschichten schreiben ist wie zaubern!
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RE: Taxi: Das Päckchen
in Archiv 04.06.2025 10:18von Bree • Federlibelle | 6.317 Beiträge | 28187 Punkte
Liebe @Anka
ich freue mich sehr, dass der Wettbewerb dich wieder zum Schreiben motivieren konnte.
Zitat von Anka im Beitrag #8
Meine Idee war ursprünglich, alle drei Themen in eine Geschichte zu packen. Nur liegt mir das Thema Verbrechen nicht so, deshalb ist mein Bösewicht auch nicht wirklich böse
Na, das ist dir doch sehr gut gelungen!
LG
Bree
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RE: Taxi: Das Päckchen
in Archiv 09.06.2025 10:11von Carlotta Lila • Federlibelle | 2.665 Beiträge | 12614 Punkte
Liebe @Anka!
Spannende Geschichte, ich bin sehr begeistert!
es geht um ... ja eigentlich um Vieles und das hast du ziemlich gut in einer so kurzen Story untergebracht!
-Vorurteile gegen Ausländer (hier gegen den Taxifahrer)/Prspektive von Samir
-Alte Menschen in Pflegeheimen, die von Pflegerinnen, bzw. deren Komplizen ausgeraubt werden
-Begleichen alter Schuld (Irma, die vor 65 Jahren den Schmuck von ihrer Freundin gestohlen hat)
-Heldentum: Samir, der, obwohl er nicht wirklich einen Grund hat, den Schmuck zurückbringt.
-Happy End für alle Beteiligten.
Von der Aufteilung der Themen her, fand ich die Erklärung mit dem Familienschmuck und der Freundin ein wenig zu lang. Samir, um den es doch zu Anfang ging, wurde dadurch als Figur sehr in den Hintergrund gedrängt.
Aber gut, am Ende hat er noch ein Schmuckstück bekommen, dass ziemlich wertvoll war. Ich hätte mir vielleicht noch mehr Dialog zwischen Samir und der alten Dame vorstellen können.
Aber das war jetzt Meckern auf hohem Niveau: Ich fand deine Geschichte wirklich atemberaubend spannend und super erzählt. Besonders toll war die Actionszene, wo Samir mit dem unbekannten Dieb kämpft, die hatte ich als Kopfkino so richtig vor Augen.
Auch der Anfang, wo Samir so schlecht behandelt wird: leider ist das realistisch geschildert. Ich habe auch schon selber mitgekriegt, wie Leute solche Vorurteile haben, die werden ja aber von der derzeitigen Politik recht unterstützt und mitgetragen ...
Deshalb hat es mir gefallen, dass die Pflegerin, die so rassistisch geredet hat, am Ende selber eine Diebin war!
Herzliche Grüße und viel Erfolg mit der Geschichte
Carlotta Lila
https://www.leseflamme.jimdofree.com
Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es noch einmal zu versuchen.
Thomas Alva Edison
RE: Taxi: Das Päckchen
in Archiv 19.06.2025 22:02von Jana88 • Federlibelle | 792 Beiträge | 1835 Punkte
Schön, dass du wieder da bist.
Ich finde, die Geschichte hätte zu allen drei Themen gepasst.
Ich hatte eine Gänsehaut beim Lesen.
Wirklich toll geschrieben, spannend bis zum Schluss mit einem tollen, gefühlvollen Ende.
Gern gelesen.
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Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende *Oscar Wilde
RE: Taxi: Das Päckchen
in Archiv 21.06.2025 14:55von Yggdrasil • Federlibelle | 1.750 Beiträge | 4498 Punkte
@Anka Heiße, aktuelle, immergrüne Themen hast du angefasst und geschickt in eine Geschichte gewebt. Respekt und Punkte für dich!
RE: Taxi: Das Päckchen
in Archiv 28.06.2025 13:25von Doro • Federlibelle | 3.303 Beiträge | 13504 Punkte
Liebe @Anka ,
noch eine berüherende Geschichte und spannend noch dazu.
Viel Glück im Wettbewerb!
LG
Doro
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