#1

wissen wir eigentlich, wie gut es uns geht?

in Aktuelles / Politisches / Alles zum Thema FRIEDEN 21.04.2025 09:26
von Ranito • Federlibelle | 231 Beiträge | 704 Punkte

Der Waffenstillstand war offenbar nur Show, nun ist auch dieses Spektakel vorbei ...

in anderen Regionen dieser Welt leiden die Menschen unter Naturgewalten ...

ist uns eigentlich bewusst, wie gut es uns geht? Hoffentlich bleibt dies noch lange Zeit so.

Ich habe gerade eben gefrühstückt:
2 Eier in der Pfanne, Brot, Käse, roher Schinken und als Krönung: eine Goldlocke!

Gut hat es geschmeckt, aber die schlimmen Dinge in der Welt bleiben ...

Angefügte Bilder:
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„Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.“
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#2

RE: wissen wir eigentlich, wie gut es uns geht?

in Aktuelles / Politisches / Alles zum Thema FRIEDEN 21.04.2025 11:31
von Bree • Federlibelle | 6.453 Beiträge | 28879 Punkte

Lieber @Ranito

mir wird häufig bewusst, wie gut wir es haben, und den Gedanken lasse ich gern zu und verweile ein wenig mit ihm.
Gerade in dieser bedrohlichen Zeit kann es helfen, die Stimmung zumindest ein wenig zu heben, sich klar zu machen, dass wir in einer Demokratie leben, ein Dach über dem Kopf haben, sagen dürfen, was wir wollen, und täglich satt werden. Vielen anderen Menschen geht es leider nicht so gut.
Nichtsdestotrotz sorgt die allgemeine Weltlage für ein ungutes Gefühl, jedenfalls bei mir. Immer wieder bemerke ich Parallelen zu der Zeit vor hundert Jahren, kurz bevor das Schrecklichste geschah, was man sich vorstellen kann. Auch damals errang ein Mann zu viel Macht und nutzte diese ohne Rücksicht auf Verluste aus. Auch damals gab es eine Finanzkrise, die die Welt in ihren Grundfesten erschütterte. Ich weiß, so schlimm wie 1929 ist es momentan (noch) nicht, dennoch ist es beunruhigend. Auch damals hat ein Machtinhaber dafür gesorgt, dass Zeitungen nicht mehr das drucken durften, was sie wollten, dass andere Menschen wegen ihres Glaubens oder ihrer Rasse diskriminiert und verfolgt wurden. Und dass Mutige, die sich auflehnten, ihr Leben riskierten. Das geschieht heute bereits in Russland. Auch in den USA wurden vor kurzem Menschen verhaftet, die nicht 'ins System' passten.
Jemand sollte Trump mal deutlich machen, wie all das damals endete, denn ich bin nicht sicher, ob ihm die Folgen geläufig sind: Eine Welt in Trümmern, 60 Millionen Tote (okay, das beides tangiert ihn wahrscheinlich nicht) und der Tod des Mannes, der an all dem Elend schuld war (dieser Punkt würde ihn vielleicht am ehesten zum Nachdenken bringen).


Trotz all dieser und anderer Krisen zwitschern draußen die Vögel, die Natur erwacht zum Leben, Kinder werden geboren, in dem festen Glauben, dass sie ein sicheres und gutes Leben haben werden.
Die Hoffnung stirbt zuletzt! Hoffen wir also darauf, dass sich das Gute am Ende durchsetzt.

LG
Bree


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Geschichten zu schreiben ist für mich ein Weg, in andere Leben, andere Zeiten, andere Orte abzutauchen. Nebenbei kann man Persönlichkeiten erschaffen und ihr Schicksal lenken. Ich kann mir kein schöneres Hobby vorstellen!


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#3

RE: wissen wir eigentlich, wie gut es uns geht?

in Aktuelles / Politisches / Alles zum Thema FRIEDEN 21.04.2025 12:52
von johanna • Federlibelle | 1.095 Beiträge | 4911 Punkte

@Ranito Ich wusste schon immer wie gut es uns geht. Aus diesem Grund habe ich während meiner Berufszeit immer wieder Kinder mit in die Urlaube genommen - habe ihnen das Leben ausserhalb der Touristeneinrichtungen gezeigt, damit sie es auch zu schätzen wissen - unser Leben!! Bei der zweiten Brut ist mir das auch zum grossen Teil gut gelungen.
@Bree Wir haben jetzt bereits die Anfänge dass man nicht mehr ungestraft alles sagen darf was wir so denken - uns wird vorgeschrieben was wir machen sollen usw. Ich möchte nicht wissen, wenn es so weitergeht wo wir in 10 oder 20 Jahren sein werden. Es ist nicht nur Trump liebe @Bree. Schau Dir mal unsere Politiker an und versuche Dir zu merken, was sie heute sagen. Morgen kommen schon wieder ganz andere Worte aus ihrem Mund. Und der Wille von einem grossen Teil der Wähler wird einfach nicht berücksichtigt.
Wie sagte zum Beispiel unsere Aussenministerin während einem ihrer ersten Besuche im Ausland? Ihr wären die Wähler zu Hause ganz egal. Na danke sage ich nur......
Und da gäbe es noch so viele Beispiele bei denen man nur noch den Kopf schütteln oder Angst haben kann. Oder die Journalisten die zur Zeit wirklich nur noch das schreiben was "angenehm" ist. Wenn man ausländische Nachrichten liest, hört sich vieles ganz anders an - wenn man in der deutschen Presse überhaupt etwas davon erfährt.
Stichwort "Taurus" da überlege ich schon ob ich nicht diesem Land den Rücken kehren soll - oder vielleicht mache ich ja auch vorher noch die Augen für immer zu.


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#4

RE: wissen wir eigentlich, wie gut es uns geht?

in Aktuelles / Politisches / Alles zum Thema FRIEDEN 30.05.2026 22:28
von blauer Granit • Federlibelle | 920 Beiträge | 5080 Punkte

Lieber @Ranito! Liebe @Bree ! Liebe @Johanna!
Ich bin mir sehr bewusst, wie gut ich es habe. In vielen Ländern sterben Menschen mit Nierenversagen an der Krankheit, auch in erste Welt Ländern, zum Beispiel U.S.A. oder Großbritannien.
In Österreich habe ich sogar bessere Chancen transplantiert zu werden, als in Deutschland.
Ich bin froh, dass wir ein Sozialsystem haben, dass uns auffängt.
LIebe Grüße, Angela


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#5

RE: wissen wir eigentlich, wie gut es uns geht?

in Aktuelles / Politisches / Alles zum Thema FRIEDEN 30.05.2026 23:42
von johanna • Federlibelle | 1.095 Beiträge | 4911 Punkte

@blauer Granit ja persoenlich geht es mir gut. Wir bekommen sauberes Wasser wann immer wir es brauchen, wir leiden (jetzt) keinen Hunger, es ist (noch) kein Krieg in unserem Land 1obwohl manche ihn sehr herbei wuenschen. 1trotzdem haben wir leider keine Demokratie wie ich sie verstehe. Denn dann duerfte man nicht mit aller Macht eine Partei verbieten wollen, die von vielen Menschen gewählt wird. Man duerfte nicht die freie Meinungsaeusserung verfolgen, die von Politikern mit strafen durchgesetzt werden.
Die Kriege die es zur Zeit auf der Welt gibt, werden mit zweierlei mass gemessen. Gab es nicht im alten Rom schon Brot und Spiele fuer das Volk? Das gibt es heute wieder.


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#6

RE: wissen wir eigentlich, wie gut es uns geht?

in Aktuelles / Politisches / Alles zum Thema FRIEDEN 31.05.2026 08:17
von Sturmruhe • Federlibelle | 3.300 Beiträge | 17977 Punkte

Lieber @Ranito,

auch mir ist sehr bewusst, wie gut es mir/uns geht. Zwar habe ich mein Land verlassen, aber das hatte keine politischen Gründe, sondern ich mag einfach lieber die tropischen Gefilde und die bestmöglichen Lebensumstände, die ich mir mit meiner Rente leisten kann. In Deutschland könnte ich nicht allein mit acht Katzen in einem zweistöckigen Haus mit Garten leben, der Strand in wenigen Gehminuten erreichbar, ein Motorrad unterhalten und nebenbei noch etwas für Notfälle zurücklegen. Das wäre für mich unerschwinglich. Hier ist mir das möglich, und ich lebe narrenfrei, solange ich mich an die hiesigen Regeln und Gesetze halte. Und wichtig: Ich darf das. Ich habe die Freiheit, das zu tun.

Dass ich das aber überhaupt tun kann, verdanke ich - und das ist mir sehr bewusst - meinem Land, in dem es nicht, wie hier, Gegenden im Hinterland gibt, in denen die Menschen ohne fließend Wasser und hygienische Einrichtungen in Bambushütten von der Hand in den Mund leben, nämlich von dem, was sie täglich einnehmen. Keine Einnahmen heißt Reis mit Chillisauce, zwischendurch eine Banane, wenn in der Nähe eine Bananenstaude wächst. Das uralte Motorrad, das immer wieder zusammengeflickt wird, kann dann nicht betankt, die Kinder nicht zur Schule gefahren werden und Vater oder Mutter nicht an die Straße gebracht werden, wo sie Hausgemachtes verkaufen - um den Kindern etwas zu essen und Kleidung kaufen zu können. Das ist die andere Seite meines Tropenparadieses. So etwas gibt es überall im Land. Aber jammern die Leute? Nein. Sie tun alles, um zu überleben.

Auch die Alten, denn eine Rente in unserem Sinne gibt es hier nicht. Von dem Geld könnte man nicht einmal einen Monat leben, wenn man nur Reis essen würde und sonst nichts. Ich kenne eine alte Frau, die hartgekochte Eier, die sie billig von den Nachbarn erwirbt, mit einer Portion Sticky Reis und einem Tütchen Salz am Straßenrand verkauft. Zum Glück ist es hier ein beliebter Mittags-Snack. Das Geld geht in den Familienhaushalt, wo sie eine Schlafmatte am Boden besitzt, einen Sarong zum Wechseln, und sonst nichts. Sie darf mitessen und hat ein Dach über dem Kopf. Die Familie ist "die Rente".

In meinem Land - Deutschland - gibt es so etwas nicht. Dort gibt es Gesetze, die allen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Was "menschenwürdig" ist, liegt natürlich im Auge des Betrachters. Die einen freuen sich, wie du, über ein Dach über dem Kopf und ein Frühstück mit Eiern, Schinken, Käse und einer Goldlocke als Krönung (die Goldlocke wäre für mich auch die Krönung, ab und zu, die gibt es hier nämlich nicht! ;). Die anderen sind am Jammern, weil sie sich nicht leisten können, was der Nachbar hat, oder was für jemanden aus der Familie selbstverständlich ist. Oder weil sie einfach grundsätzlich unzufrieden sind, mit ihrem Leben, der Politik, dem Gesundheitssystem, was auch immer.

Sie jammern und jammern und meckern. Und viele wählen einen "Verein", der Russland als den großen Meister ansieht, das Kinderkriegen belohnt (Woran erinnert mich das nur? Ach ja, wenn ich mich recht erinnere, gab es doch bei den Nazis auch Müttergeld pro Geburt, oder?), einen Verein, der offiziell rechtsradikal genannt werden darf, der alles auf rückwärts stellen würde, wäre er an der Macht, der die Frau mit den Kindern an den Herd stellen will, die Männer sind tagsüber bei der Arbeit und am Abend spielen sie zu Hause den Pascha, die Frau ihm untertan. Natürlich. Was sonst?

Sie begreifen anscheinend nicht, wie gut es ihnen in Deutschland geht. Und mir scheint, das wollen sie auch gar nicht. Klar gibt es Ungerechtigkeiten, die Preise für Wohnraum werden für Kleinverdiener unerschwinglich, kleine Renten reichen nicht für den Lebensunterhalt. Man spricht darüber, aber man tut nichts. Das Positive mitnehmen und über das weniger Positive meckern ist auch viel einfacher als einfach mit anzupacken und selber etwas zu verändern. In die Politik gehen und aktiv werden? Nein, ich doch nicht, das sollen die anderen machen. .

Ich jedenfalls bin sehr dankbar dafür, wie gut es mir geht, auch wenn ich dort nicht lebe. Wobei ich im Moment ganz froh darüber bin, dass ich weit weg bin, denn was ich hier von einem Großteil der deutschen Touristen zu hören kriege, nicht direkt, aber durch "Mäuschen spielen", ist höchst abschreckend. Sind es nicht "die da oben", hebt man den Nazi-Verein in den Himmel. der alles besser machen würde. Mich würde eine solche Stimmung im Land, wie sie sie hier verbreiten, total runterziehen. Dabei können sie es sich doch offensichtlich auch bei den hohen Flugpreisen immer noch leisten, hierherzureisen und ihren Urlaub in Fünfsternehotels zu finanzieren.

Die Jahre, in denen ich in Deutschland gearbeitet habe, in denen ich meine Rente aufbauen konnte, und die Sozialgesetze nutzen, die in dieser Form nur wenige Länder haben, die Möglichkeiten zur Weiterbildung, die ich wahrnehmen konnte wie Sprachenlernen, Therapieausbildungen und nicht zuletzt mein Schreibtraining, haben dazu beigetragen, dass ich mir meinen Traum vom Altwerden und Altsein in Würde auf meiner Trauminsel ermöglichen kann. Und das Recht dazu, seinen ganz ureigenen Traum wahrzumachen, hat in unserem Land jeder. Er muss nur einfach damit anfangen, ihn umzusetzen, was auch immer es sein mag. Ja, man muss aktiv werden, etwas dafür tun. Manchmal fällt man hin, dann heißt es wieder aufzustehen und weiterzumachen. Ich hätte nie gedacht, dass es mir eines Tages gelingen würde, aber ich habe ihn nie aufgegeben, meinen Traum, und lebe ihn nun seit 13 Jahren. Weil ich es wollte. Das kann jeder.

Uns geht es doch verdammt gut!

Liebe Grüße
Marion


„Wir sind das, was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist daher keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.“
Aristoteles

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